Monte Cevedale 3769 m – Skitour von der Zufallhütte

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Beliebte hochalpine Skitour im Herzen der Ortler-Alpen mit langem Zustieg, weitläufigem Gletschergelände und eindrucksvoller Hochgebirgsszenerie. Der Anstieg über Plimatal, Langenferner und Zufallferner vermittelt echtes Hochtourenfeeling, während die Gipfelhöhe einen umfassenden Rundblick über die südliche Ortlergruppe eröffnet.

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Diese Tour ist Teil der Skitourenregion Martelltal mit über 40 beschriebenen Skitouren und Skihochtouren im Herzen der Ortler Alpen.
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Hüttenzustieg

Der Zustieg zur Zufallhütte erfolgt vom Parkplatz Hintermartell beim Gasthof Enzian und stellt den etablierten Ausgangspunkt für Skitouren im Plima- und Zufallgebiet dar.

Aufstieg durch das Plimatal zum Langenferner

Von der Zufallhütte links an der Kapelle vorbei zum Schlachthaus und durch einen Einschnitt zwischen Felsriegeln aufwärts. Vorbei an der alten Staumauer geht es weiter in den flachen Talboden des Plimabaches. Bald darauf wird die Spur zur Marteller Hütte verlassen und auf der rechten Talseite entlang eines Bachlaufes stetig leicht ansteigend taleinwärts gegangen. Durch die Kachel, anschließend erneut ansteigend in ein weiteres flaches Becken. Danach wird das Gelände steiler, man hält sich etwas links zwischen zwei markanten Felsen hindurch und erreicht den Langenferner.

Weiterer Anstieg über den Zufallferner zum Gipfel

In einem weiten Linksbogen führt der Anstieg bis kurz vor die Casatihütte. Von dort südwärts über den gewellten Ferner direkt auf die Einsattelung zwischen den Zufallspitzen und dem Monte Cevedale zu. Der Schlussanstieg erfolgt zuletzt deutlich steiler schräg nach rechts in die Einsattelung nordöstlich des Gipfels, wobei auf die Randspalte zu achten ist. Über den Nordostrücken geht es anschließend unschwierig, zuletzt fast eben, zum Gipfelkreuz.

Abfahrt und Varianten

Die Abfahrt erfolgt entlang der Aufstiegsroute oder alternativ etwas oberhalb der Casatihütte rechts über den Zufallferner in Richtung Marteller Hütte und weiter zurück zur Zufallhütte. Ebenfalls möglich ist eine Überschreitung zur Zufallspitze mit anschließender Abfahrt über den Fürkeleferner zur Marteller Hütte. Der weite Zufallferner zeigt sich insbesondere bei Firnverhältnissen von seiner schönsten Seite.

Tourenvielfalt rund um die Zufallhütte

Im Umfeld der Zufallhütte lassen sich zahlreiche hochalpine Skitouren kombinieren. Die Zufallspitze ergänzt den Monte Cevedale ideal als Rundtour, während die Cima Tre Cannoni eine landschaftlich reizvolle Alternative mit historischem Charakter darstellt. Deutlich ruhiger präsentiert sich die Butzenspitze, die mit Überschreitung und langer Abfahrt punktet.

Routenplanung

Die Länge der Tour und die Höhe erfordern eine gute Kondition und eine sorgfältige Zeitplanung. Der Anstieg über mehrere Gletscherabschnitte verlangt sichere Orientierung und stabile Verhältnisse, insbesondere im Bereich der Einsattelung unterhalb des Gipfels. Aufgrund der Höhenlage empfiehlt sich ein früher Start, um ausreichend Zeitreserven für Abfahrt und Varianten zu haben.

Unterkunft & Einkehr

Die Zufallhütte ist ein zentraler und bewährter Stützpunkt im Martelltal und eignet sich ideal als Ausgangsbasis für zahlreiche Skihochtouren im Cevedale-Gebiet. Dank ihrer Lage ermöglicht sie kurze Zustiege, flexible Tourenplanungen und mehrtägige Unternehmungen im hochalpinen Gelände.

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Charakter: Der Monte Cevedale zählt zu den bekanntesten Skitourenzielen von der Südtiroler Seite und ist eine klassische, konditionell fordernde Unternehmung. Der Schwerpunkt liegt klar auf dem hochalpinen Erlebnis und der landschaftlichen Größe der Tour. Der lange Gletscheranstieg, die Höhe sowie die Überschreitungs- und Variantenmöglichkeiten ordnen die Tour eindeutig in den Bereich der anspruchsvollen Skihochtouren ein.
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Kartenansicht

Kompass Karte

Monte Cevedale 3769 m – Skitour von der Zufallhütte
Für diese Touren empfehlen wir Ihnen die Kompass Karte Nr. 52 Vinschgau

Lektüre & Landkarten

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Tourenkategorie Skitour, Dreitausender-Skitouren
Gebirgsgruppe Ortler Alpen
Region Martelltal
Talort Martell, 1293 m
Gehzeit Gesamt 5-5,5 Std.
Höhendifferenz Gesamt 1548 Hm
Weglänge Gesamt 10,1 Km
Ausgangspunkt Zufallhütte, 2265 m
Schwierigkeit

Skitechnisch bis zum letzten Steilaufschwung mittelschwierig - ab hier entscheiden dann die aktuellen Verhältnisse. Durch den Gletscherrückgang ist die Steilstufe noch steiler geworden und ist bei Blankeis nur mit Steigeisen (eventuell sogar Seilsicherung) zu begehen. Auch die Randspalte ist genau zu beachten!

Ausrüstung

Komplette Gletscherausrüstung

Exposition N, NO, O
Lawinengefahr

Bis zum letzten Gipfelhang mitunter lawinengefährdet. Im sehr steilen Gipfelbereich Achtung nach starken Südwinden. Beachten Sie auch die Infos in der Lawinenkunde!

Lawinenwarndienst Beachten Sie den allgemeinen Lawinenwarndienst!
Beste Jahreszeit Februar bis Anfang Mai
Kartenmaterial Kompass Karte Nr. 52 Vinschgau
Tabacco Karte Nr. 08 Ortles Cevedale Ortlergebiet
Anfahrt A22 Brennerautobahn zur Ausfahrt Bozen Süd und entlang der Mebo (Schnellstraße) nach Meran. Weiter auf der B 38 Richtung Reschen zur Ortschaft Goldrain. Dort links in das Martelltal bis in den Talschluss nach dem Zufrittsee zum Parkplatz Hintermartell. Aus der Schweiz oder über den Reschenpass kommend in den Vinschgau und Richtung Meran nach Goldrain und rechts in das Martelltal.
Routenplanung
Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln Mit der Vinschgerbahn nach Goldrain und von dort mit dem Bus in das Martelltal (https://www.sii.bz.it/).
Parkmöglichkeit Direkt nach dem Gasthof Enzian und auch noch wenige Meter weiter talein.
Einkehrmöglichkeiten Alternativ Casatihütte (3269 m) und Zufallhütte (2265 m)
Autor Ernst Aigner – Gebietskenner und Autor bei Almenrausch. Seit vielen Jahren unterwegs in Tirol, Südtirol und Osttirol mit Schwerpunkt auf Berg-, Winter- sowie MTB- & E-Bike-Touren.
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Die Tracks wurden sorgfältig aufgezeichnet. Dennoch erfolgen alle Angaben ohne Gewähr. Der Autor kann für eventuelle Unfallfolgen, Schäden oder Nachteile, die bei der Durchführung der hier vorgestellten Touren und Informationen entstehen, keine Haftung übernehmen.

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