Schnee- und Lawineninfos

Es gibt vier primäre Faktoren, die die Lawinensituation direkt beeinflussen. Die Problematik besteht darin, daß die Faktoren immer in direktem Zusammenhang stehen und stets variieren. Sie wechseln die Größe ihrer Einwirkung ständig und sind nie für sich zu beurteilen, sondern grundsätzlich im Verbund.
Das komplexe Zusammenwirken der Faktoren stellt den Beurteilenden vor eine Aufgabe, die realistisch gesehen unlösbar ist. Ein umfangreiches Wissen über die einzelnen Faktoren schafft die Grundlage für eine auf Faustregeln gestützte, einigermaßen zufriedenstellende Beurteilung der Lawinengefahr.

  • Lawinengefahr ist die längste Zeit der Schitourensaison (außer bei Firn) ein häufiger Begleiter für jeden Schitourengeher, der nicht dauernd >ausgetretenen Spuren< folgen will. Das Tückische an ihr ist, daß man sie nicht sehen kann, sondern sie aus Hangcharakteristik, Schneedeckenaufbau und Wetter erahnen muß.

  • Oft sieht und ahnt man es, dass Lawinengefahr besteht, wenn aber dann der Hang als Lawine abgeht - dann ist es meist zu spät.

Schneebrett: Gefahrenquelle Nummer eins auf Schitour

  • Schneebretter sind unter Spannung stehende >Schitouren-Fallen< aus schwach gebundenem oder windgepreßtem Schnee, die auf einer Gleitschicht bei der geringsten Belastung plötzlich quer über den Hang anreißen und abgleiten können.

  • Die harmlos klingende Bezeichnung >Schneebrett< führt leicht zur Unterschätzung der Gefährdungspotentials dieser typischen >Schifahrerlawine<: Im Gegensatz zu Lockerschneelawinen reißen Schneebretter immer großflächig ab und können bei genügend Masse bis zu Katastrophenlawinen anwachsen.

  • Zwar besteht das typische Schneebrett aus trockenem, gebundenem Schnee, dessen anfangs kohärente Fläche schnell in einzelne Schollen zerbricht. Tatsächlich beginnen aber die meisten Lawinen gleich welcher Art ihre kurze, aber turbulente Existenz als Schneebrett.

  • Wie schon erwähnt, kann schon ein Minischneebrett lebensgefährlich sein, wenn man sich unterhalb davon befindet, ohne ausweichen zu können, oder wenn man es zwar selbst ausgelöst hat, aber mit dem Kopf nach unten mitgerissen wird.

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