Köllkuppe & 3. Veneziaspitze – Skihochtour-Rundtour von der Zufallhütte
Hochalpine Skihochtour-Rundtour im Martelltal mit mehreren Dreitausendern, weiten Gletscherflächen und eindrucksvollen Übergängen. Die Kombination aus Köllkuppe und Dritter Veneziaspitze verbindet genussvolle Anstiege mit spektakulären Abfahrten über Moosferner und Schranferner und zählt zu den großartigsten Rundtouren im Gebiet der Zufallhütte.
Diese Tour ist Teil der Skitourenregion Martelltal mit über 40 beschriebenen Skitouren und Skihochtouren im Herzen der Ortler Alpen.
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Hüttenzustieg
Der Zustieg zur Zufallhütte erfolgt vom Parkplatz Hintermartell beim Gasthof Enzian und bildet den bewährten Ausgangspunkt für mehrtägige Skihochtouren im Cevedale- und Veneziaspitzengebiet.
Aufstieg von der Zufallhütte zur Köllkuppe
Von der Zufallhütte links an der Kapelle vorbei zum Schlachthaus und durch einen Einschnitt zwischen Felsriegeln aufwärts. Vorbei an der alten Staumauer geht es weiter in den flachen Talboden des Plimabaches. Vor einer kleinen Brücke links haltend wird über eine steile Hangstufe südwärts in das weite Talbecken südwestlich der Marteller Hütte aufgestiegen. Die Hütte bleibt links liegen, anschließend wird an der linken Talseite weiter taleinwärts aufgestiegen. Die Spur zum Fürkeleferner wird verlassen und über kurze Steilstufen ostwärts in eine weite Mulde gewechselt. Vor einer sperrenden Felsflanke entweder rechts durch eine steile Rinne oder links haltend über gestuftes Gelände auf den Hohenferner. Über die weiten Gletscherflächen südwärts auf den markanten Steilhang nordwestlich der Gipfelkuppe zu und in langen Kehren auf den Kamm. Von dort noch wenige Meter nach Osten auf den Gipfel der Köllkuppe, der bei guten Verhältnissen mit Skiern erreicht werden kann.
Übergang von der Köllkuppe zur 3. Veneziaspitze
Vom Gipfel der Köllkuppe erfolgt die Abfahrt über den breiten Südostrücken, bald links haltend durch eine schöne Mulde hinab auf den Moosferner. Am Ferner möglichst hoch Richtung Nordosten queren, bei einem Felskopf auffellen und über eine kurze Steilstufe aufsteigen. Durch ein flaches Becken und später in einem Linksbogen querend in die weite Mulde zwischen Erster und Zweiter Veneziaspitze. Von dort schräg nach rechts einen weiteren steilen Hang querend auf eine Geländeschulter südlich unterhalb der Dritten Veneziaspitze. In mehreren Spitzkehren führt der Schlussanstieg nordwärts auf den Gipfel der 3. Veneziaspitze.
Abfahrt über den Schranferner und die Marteller Hütte
Der Gipfel wird überschritten und über den felsigen Nordostrücken in eine Einsattelung abgestiegen. Ab hier stehen zwei Abfahrtsvarianten zur Wahl. Entweder erfolgt die Abfahrt über den Schranferner mit anschließenden Querungen und kurzen Gegenanstiegen zur Marteller Hütte und entlang der Aufstiegsroute zurück zur Zufallhütte. Alternativ kann über weitere Mulden, Steilhänge und Hangterrassen zur Staumauer oder direkt talauswärts zu den Parkplätzen abgefahren werden. Die Varianten erfordern eine sichere Orientierung und stabile Verhältnisse.
Erweiterungen und Gipfelkombinationen
Konditionsstarke Geher können im Bereich der Veneziaspitzen zusätzlich die Erste und Zweite Veneziaspitze einbinden und so eine außergewöhnliche Verbindung von bis zu vier Dreitausendern realisieren.
Tourenvielfalt rund um die Zufallhütte
Die Köllkuppe lässt sich auch einzeln als klassische Skihochtour unternehmen, während die Östliche Veneziaspitze eine anspruchsvolle Direktroute über den Schranferner bietet. Als hochalpiner Höhepunkt ergänzt die Überschreitung von Zufallspitze und Monte Cevedale das Tourenangebot mit großer Höhe und eindrucksvoller Szenerie.
Routenplanung
Die Länge der Runde, mehrere Gletscherübergänge und die Vielzahl an Varianten erfordern eine sehr sorgfältige Zeit- und Routenplanung. Besonders bei Querungen und Übergängen ist eine präzise Linienwahl entscheidend. Aufgrund des Umfangs empfiehlt sich ein früher Start sowie stabile Wetter- und Schneeverhältnisse.
Unterkunft & Einkehr
Die Zufallhütte ist ein zentraler und bewährter Stützpunkt im Martelltal und eignet sich ideal als Ausgangsbasis für zahlreiche Skihochtouren im Cevedale-Gebiet. Dank ihrer Lage ermöglicht sie kurze Zustiege, flexible Tourenplanungen und mehrtägige Unternehmungen im hochalpinen Gelände.
Bergtouren, Sommerwandern und MTB in den Rieserferner- und Zillertaler Alpen
Kartenansicht
| Tourenkategorie | Skitour, Dreitausender-Skitouren |
| Gebirgsgruppe | Ortler Alpen |
| Region | Martelltal |
| Talort | Martell, 1293 m |
| Gehzeit Gesamt | 4,5-5 Std. |
| Höhendifferenz Gesamt | 1411 Hm |
| Weglänge Gesamt | 7,6 Km (Anstiege) |
| Ausgangspunkt | Zufallhütte, 2265 m |
| Schwierigkeit |
Skitechnisch schwierig. Die anspruchsvolle Rundtour führt von der Zufallhütte über mehrere Steilstufen und den Hohenferner auf die Köllkuppe. Nach der Abfahrt auf den Moosferner folgt ein erneuter Anstieg mit steilen Hangquerungen zur Dritten Veneziaspitze. Besonders anspruchsvoll sind die steilen Süd- und Südosthänge sowie die Überschreitung des Gipfels mit anschließendem Abstieg über den felsigen Nordostrücken. Sehr gute Kondition, sichere Skitechnik und Erfahrung im hochalpinen Gletschergelände erforderlich. |
| Ausrüstung |
Eventuell Gletscherausrüstung |
| Exposition | S, N, W, SO |
| Lawinengefahr |
Mitunter bis häufig lawinengefährdet. Besonders die steile Rinne beim Aufstieg zum Hohenferner, der Gipfelhang der Köllkuppe sowie die steilen Süd- und Südosthänge südlich der Veneziaspitzen erfordern sehr sichere Schneeverhältnisse. Auch die Abfahrt über den Schranferner Richtung Marteller Hütte beinhaltet steile Hangpassagen und anspruchsvolle Querungen. Im Frühjahr ist aufgrund der sonnseitigen Hänge ein früher Aufbruch mit rechtzeitiger Abfahrt wichtig. Beachtet auch die Infos in der Lawinenkunde! |
| Lawinenwarndienst | Beachten Sie den allgemeinen Lawinenwarndienst! |
| Beste Jahreszeit | Februar bis Anfang Mai |
| Kartenmaterial |
Kompass Karte Nr. 52 Vinschgau
Tabacco Karte Nr. 08 Ortles Cevedale Ortlergebiet |
| Anfahrt |
A22 Brennerautobahn zur Ausfahrt Bozen Süd und entlang der Mebo (Schnellstraße) nach Meran. Weiter auf der B 38 Richtung Reschen zur Ortschaft Goldrain. Dort links in das Martelltal bis in den Talschluss nach dem Zufrittsee zum Parkplatz Hintermartell.
Aus der Schweiz oder über den Reschenpass kommend in den Vinschgau und Richtung Meran nach Goldrain und rechts in das Martelltal.
Routenplanung |
| Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln | Mit der Vinschgerbahn nach Goldrain und von dort mit dem Bus in das Martelltal (https://www.sii.bz.it/). |
| Parkmöglichkeit | Direkt nach dem Gasthof Enzian und auch noch wenige Meter weiter talein. |
| Einkehrmöglichkeiten Alternativ | Zufallhütte (2265 m) |
| Unterkünfte Alternativ | Zufallhütte (2265 m) |
| Autor | Ernst Aigner – Gebietskenner und Autor bei Almenrausch. Seit vielen Jahren unterwegs in Tirol, Südtirol und Osttirol mit Schwerpunkt auf Berg-, Winter- sowie MTB- & E-Bike-Touren. |
| Zugriffe | 45 (Oktober 2026) |
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Die hier angeboten Tracks zum Download wurden alle selbst aufgezeichnet und alle Touren selbst begangen. Dennoch sollen sie nur eine unterstützende Funktion bei Ihrer Tourenplanung sein. Speziell bei den Skitouren ändern sich bekanntlich die Verhältnisse immer wieder. Die Aufstiegsspur und der damit aufgezeichnete Track, war nur zum jeweiligen Zeitpunkt und Stunde die richtige Wahl!
Die Tracks wurden sorgfältig aufgezeichnet. Dennoch erfolgen alle Angaben ohne Gewähr. Der Autor kann für eventuelle Unfallfolgen, Schäden oder Nachteile, die bei der Durchführung der hier vorgestellten Touren und Informationen entstehen, keine Haftung übernehmen.