Cima Tre Cannoni 3275 m – Skihochtour von der Zufallhütte
Einfache, landschaftlich eindrucksvolle Skihochtour im Bereich des Cevedale mit abwechslungsreicher Rundtour über den Zufallferner, weitem Gletschergelände und großem Panorama. Die Route verbindet historische Gipfelatmosphäre mit einer genussvollen Abfahrt über den Langenferner und das Langental zurück zur Zufallhütte.
Diese Tour ist Teil der Skitourenregion Martelltal mit über 40 beschriebenen Skitouren und Skihochtouren im Herzen der Ortler Alpen.
→ Alle Skitouren im Martelltal entdecken
Hüttenzustieg
Der Zustieg zur Zufallhütte erfolgt vom Parkplatz Hintermartell beim Gasthof Enzian und stellt den klassischen Ausgangspunkt für Skihochtouren im Gebiet des Zufallferners dar.
Aufstieg von der Zufallhütte über den Zufallferner
Von der Zufallhütte links an der Kapelle vorbei zum Schlachthaus und durch einen Einschnitt zwischen Felsriegeln aufwärts. Vorbei an der alten Staumauer führt der Weg weiter in den flachen Talboden des Plimabaches. Vor einer kleinen Brücke links haltend wird über eine steile Hangstufe südwärts in das weite Talbecken südwestlich der Marteller Hütte aufgestiegen. Die Hütte bleibt links liegen, anschließend wird dem Talboden in südwestlicher Richtung leicht ansteigend weiter gefolgt.
Weiterer Anstieg zum Gipfel der Cima Tre Cannoni
Noch vor der ersten Steilstufe am Fürkeleferner wird etwas rechts gehalten und über den relativ flachen Zufallferner in mehreren Wellen westwärts aufgestiegen. Ziel ist der Sattel, an dem der Zufallferner in den Langenferner übergeht. Wenige Meter davor führt die Route rechts auf einen wenig ausgeprägten Felsrücken zu, wo bereits die mittlere der drei Kanonen sichtbar ist. Von dort geht es hinauf zur oberen Kanone und weiter zum höchsten Punkt mit kleinem Steinmann.
Abfahrt über den Langenferner und das Langental
Die Abfahrt beginnt zunächst flach in Richtung Westen auf die Casatihütte zu. Anschließend erfolgt die Abfahrt in einem weiten Rechtsbogen über den Langenferner, weiter ostwärts bis zu zwei markanten Felsköpfen. Zwischen diesen hindurch führt die Route über einen weiten Steilhang in einen flachen Talboden und über eine weitere Steilstufe in die Kachl. Entlang des Plimabaches geht es talauswärts, bis die bekannte Aufstiegsspur erreicht wird, der man zurück zur Zufallhütte folgt.
Variante mit Abstecher zur Eisseespitze
Im Zuge der Abfahrt besteht die Möglichkeit, unterhalb der Casatihütte einen zusätzlichen Anstieg zur Eisseespitze einzubauen. Dazu wird etwas links in Richtung Eisseepass gehalten, schräg gequert und der deutlich erkennbare Schlussanstieg zur Eisseespitze angesteuert. Der Mehraufwand beträgt etwa 150 Höhenmeter.
Historischer Hintergrund der Drei Kanonen
Die drei Kanonen am Gipfel erinnern an den Ersten Weltkrieg. Österreichische Kaiserjäger brachten die italienischen Beutegeschütze über Goldrain und das Lager Zufall bis auf diese Höhe, wo sie in Stellung gebracht wurden. Noch heute prägen sie den besonderen Charakter dieses historischen Gipfels.
Tourenvielfalt rund um die Zufallhütte
Rund um die Zufallhütte bieten sich zahlreiche hochalpine Unternehmungen an. Die Eisseespitze ergänzt die Cima Tre Cannoni ideal als Kombinationstour, während die Butzenspitze mit Überschreitung und langer Abfahrt überzeugt. Anspruchsvoll und weitläufig zeigt sich die klassische Rundtour über Zufallspitze und Monte Cevedale, die zu den großen Linien des Gebietes zählt.
Routenplanung
Die Rundtour erfordert eine solide Einschätzung der Verhältnisse auf dem Zufall- und Langenferner sowie eine gute zeitliche Planung. Besonders die langen Gletscherpassagen und die Abfahrt über mehrere Geländestufen verlangen Übersicht und sichere Orientierung. Aktuelle Informationen zu Schnee- und Routenverhältnissen sollten vor der Tour eingeholt werden.
Unterkunft & Einkehr
Die Zufallhütte ist ein zentraler und bewährter Stützpunkt im Martelltal und eignet sich ideal als Ausgangsbasis für zahlreiche Skihochtouren im Cevedale-Gebiet. Dank ihrer Lage ermöglicht sie kurze Zustiege, flexible Tourenplanungen und mehrtägige Unternehmungen im hochalpinen Gelände.
Entdeckt verborgene Wanderwege und Bergtouren in den Dolomiten
Kartenansicht
| Tourenkategorie | Skitour, Dreitausender-Skitouren |
| Gebirgsgruppe | Ortler Alpen |
| Region | Martelltal |
| Talort | Martell, 1293 m |
| Gehzeit Gesamt | 3,5-4 Std. |
| Höhendifferenz Ziel | 1127 Hm |
| Höhendifferenz Gesamt | 1154 Hm |
| Weglänge Gesamt | 8,1 Km |
| Ausgangspunkt | Zufallhütte, 2265 m |
| Schwierigkeit |
Skitechnisch leicht |
| Ausrüstung |
Komplette Gletscherausrüstung |
| Exposition | N, NO, O |
| Lawinengefahr |
Mitunter lawinengefährdet. Beachten Sie auch die Infos in der Lawinenkunde! |
| Lawinenwarndienst | Beachten Sie den allgemeinen Lawinenwarndienst! |
| Beste Jahreszeit | Februar bis Anfang Mai |
| Kartenmaterial |
Kompass Karte Nr. 52 Vinschgau
Tabacco Karte Nr. 08 Ortles Cevedale Ortlergebiet |
| Anfahrt |
A22 Brennerautobahn zur Ausfahrt Bozen Süd und entlang der Mebo (Schnellstraße) nach Meran. Weiter auf der B 38 Richtung Reschen zur Ortschaft Goldrain. Dort links in das Martelltal bis in den Talschluss nach dem Zufrittsee zum Parkplatz Hintermartell.
Aus der Schweiz oder über den Reschenpass kommend in den Vinschgau und Richtung Meran nach Goldrain und rechts in das Martelltal.
Routenplanung |
| Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln | Mit der Vinschgerbahn nach Goldrain und von dort mit dem Bus in das Martelltal (https://www.sii.bz.it/). |
| Parkmöglichkeit | Direkt nach dem Gasthof Enzian und auch noch wenige Meter weiter talein. |
| Einkehrmöglichkeiten Alternativ | Zufallhütte (2265 m) |
| Autor | Ernst Aigner – Gebietskenner und Autor bei Almenrausch. Seit vielen Jahren unterwegs in Tirol, Südtirol und Osttirol mit Schwerpunkt auf Berg-, Winter- sowie MTB- & E-Bike-Touren. |
| Zugriffe | 49 (Oktober 2026) |
| Zugriffe Gesamt | 14457 (seit März 2015) |
Empfehlungen: Unterkunft u. Einkehr, Essen & Trinken, Shoppen & Erleben
Soll die Tourenbeschreibung mit oder ohne Karte gedruckt werden?
Soll die PDF Version mit oder ohne Medien heruntergeladen werden?
Die hier angeboten Tracks zum Download wurden alle selbst aufgezeichnet und alle Touren selbst begangen. Dennoch sollen sie nur eine unterstützende Funktion bei Ihrer Tourenplanung sein. Speziell bei den Skitouren ändern sich bekanntlich die Verhältnisse immer wieder. Die Aufstiegsspur und der damit aufgezeichnete Track, war nur zum jeweiligen Zeitpunkt und Stunde die richtige Wahl!
Die Tracks wurden sorgfältig aufgezeichnet. Dennoch erfolgen alle Angaben ohne Gewähr. Der Autor kann für eventuelle Unfallfolgen, Schäden oder Nachteile, die bei der Durchführung der hier vorgestellten Touren und Informationen entstehen, keine Haftung übernehmen.