Hintere Schöntaufspitze 3325 m – Skitour von der Zufallhütte

158

Genussvolle Skihochtour im hochalpinen Grenzbereich zwischen Martelltal und Sulden mit abwechslungsreichem Anstieg, weitem Talkessel und eindrucksvoller Gipfellage. Die Route über das Madritschtal und das Madritschjoch eröffnet ein intensives Hochgebirgserlebnis mit großartigem Panorama auf das Ortler-Dreigestirn, den Cevedale sowie die Veneziaspitzen.

813

Diese Tour ist Teil der Skitourenregion Martelltal mit über 40 beschriebenen Skitouren und Skihochtouren im Herzen der Ortler Alpen.
→ Alle Skitouren im Martelltal entdecken

Hüttenzustieg

Der Zustieg zur Zufallhütte erfolgt vom Parkplatz Hintermartell beim Gasthof Enzian und bildet den klassischen Ausgangspunkt für Skitouren im Bereich des Cevedale- und Madritschgebietes.

Aufstieg durch das Madritschtal zum Madritschjoch

Von der Zufallhütte westwärts zum Wegkreuz und über eine Rampe schräg hinab zu dem langen Hang, der in das Madritschtal hinaufführt. Entlang dieses Hanges steigt man in das zunächst flache, weite Tal auf und hält sich dabei ziemlich mittig, nur leicht ansteigend westwärts taleinwärts. Nach einer kurzen Steilstufe, wo sich das Tal deutlich verengt, erreicht man den oberen Talbereich. Bei sicheren Verhältnissen kann im Talgrund in einem weiten Rechtsbogen in den Talkessel südlich der Hinteren Schöntaufspitze aufgestiegen werden. Alternativ hält man sich nach dem flachen Talboden rechts und steigt über gut gestuftes Gelände in ein Becken südlich der Sonnenwand auf, von dort weiter in den Talschluss. Auf etwa 2840 m wendet man sich nach links und steigt über gut gegliedertes Gelände westwärts zum Madritschjoch auf.

Schlussanstieg über den Südrücken zum Gipfel

Direkt vor dem Joch wird rechts gehalten und unterhalb eines Felsrückens zum breiten Südrücken der Hinteren Schöntaufspitze gequert. Über diesen führt der Anstieg in mehreren Kehren unschwierig hinauf zum höchsten Punkt mit Steinmann und Sendeanlage.

Abfahrt

Die Abfahrt erfolgt überwiegend entlang der Aufstiegsroute zurück durch das Madritschtal zur Zufallhütte. Bei sehr sicheren Verhältnissen kann direkt vom Gipfel über die steilen Hänge ostwärts in das Madritschtal abgefahren werden.

Kombinationen und mehrtägige Varianten

Die Hintere Schöntaufspitze eignet sich hervorragend als Bestandteil mehrtägiger Unternehmungen. Häufig wird sie als erste Etappe eines Aufenthaltes mit Zustieg von Sulden über das Madritschjoch begangen, mit Abfahrt zur Zufallhütte. Weitere lohnende Kombinationen ergeben sich über die Zufallspitzen, den Monte Cevedale und die Suldenspitze.

Tourenvielfalt rund um die Zufallhütte

Im direkten Umfeld bieten sich zahlreiche ergänzende Skihochtouren an. Die Madritschspitze überzeugt mit weitläufigem Gelände und klassischem Charakter, während die Innere Pederspitze eine ruhige Alternative im selben Talkessel darstellt. Der Monte Cevedale ergänzt die Hintere Schöntaufspitze ideal als hochalpiner Höhepunkt mit großem Panorama.

Routenplanung

Der Anstieg durch das Madritschtal erfordert eine sorgfältige Einschätzung der Verhältnisse und eine gute Orientierung. Die Länge der Tour sowie der Übergang über das Madritschjoch machen eine realistische Zeitplanung notwendig. Besonders bei schlechter Sicht kann der weite Talboden anspruchsvoll sein.

Unterkunft & Einkehr

Die Zufallhütte ist ein zentraler und bewährter Stützpunkt im Martelltal und eignet sich ideal als Ausgangsbasis für zahlreiche Skihochtouren im Cevedale-Gebiet. Dank ihrer Lage ermöglicht sie kurze Zustiege, flexible Tourenplanungen und mehrtägige Unternehmungen im hochalpinen Gelände.

819
Charakter: Die Hintere Schöntaufspitze von der Zufallhütte ist eine landschaftlich äußerst eindrucksvolle Skihochtour mit klarer Linienführung. Der Anstieg verläuft durch weitläufiges Hochgelände und verlangt eine sichere Einschätzung der Verhältnisse im Madritschtal. Der Gipfelaufbau ist unschwierig, die Ausblicke zählen zu den besten im gesamten Gebiet. Eine ideale Tour für erfahrene Skitourengeher mit Sinn für große Linien.
Pension Odles*** - Campill

Entdeckt verborgene Wanderwege und Bergtouren in den Dolomiten

Sommer 2026 - Erlebt die besten versteckten Pfade im Campilltal

Kartenansicht

Lektüre & Landkarten

184
Tourenkategorie Skitour, Dreitausender-Skitouren
Gebirgsgruppe Ortler Alpen
Region Martelltal
Talort Martell, 1320 m
Gehzeit Gesamt 3-3,5 Std.
Höhendifferenz Gesamt 1040 Hm
Weglänge Gesamt 5,6 Km
Ausgangspunkt Zufallhütte, 2265 m
Schwierigkeit

Skitechnisch mittelschwierig

Exposition S, SO, O
Lawinengefahr

Mitunter bis häufig lawinengefährdet

Lawinenwarndienst Beachten Sie den allgemeinen Lawinenwarndienst!
Beste Jahreszeit Februar bis Anfang Mai
Kartenmaterial Kompass Karte Nr. 52 Vinschgau
Tabacco Karte Blatt 08 Ortlergebiet-Ortles Cevedale
Anfahrt A22 Brennerautobahn zur Ausfahrt Bozen Süd und entlang der Mebo (Schnellstraße) nach Meran. Weiter auf der B 38 Richtung Reschen zur Ortschaft Goldrain. Dort links in das Martelltal bis in den Talschluss nach dem Zufrittsee zum Parkplatz Hintermartell. Aus der Schweiz oder über den Reschenpass kommend in den Vinschgau und Richtung Meran nach Goldrain und rechts in das Martelltal.
Routenplanung
Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln Mit der Vinschgerbahn nach Goldrain und von dort mit dem Bus in das Martelltal (https://www.sii.bz.it/).
Parkmöglichkeit Direkt nach dem Alpengasthof Enzian und auch noch wenige Meter weiter taleinwärts.
Einkehrmöglichkeiten Alternativ Zufallhütte (2265 m)
Autor Ernst Aigner – Gebietskenner und Autor bei Almenrausch. Seit vielen Jahren unterwegs in Tirol, Südtirol und Osttirol mit Schwerpunkt auf Berg-, Winter- sowie MTB- & E-Bike-Touren.
Zugriffe 46 (Oktober 2026)
Zugriffe Gesamt 13612 (seit Februar 2015)

Empfehlungen: Unterkunft u. Einkehr, Essen & Trinken, Shoppen & Erleben

Zufallhütte – Hochalpiner Stützpunkt im Martelltal

Auf 2.265 Metern Seehöhe liegt die Zufallhütte im Martelltal, einem der eindrucksvollsten Seitentäler Südtirols. Umgeben von den mächtigen...

Soll die Tourenbeschreibung mit oder ohne Karte gedruckt werden?

Soll die PDF Version mit oder ohne Medien heruntergeladen werden?

Die hier angeboten Tracks zum Download wurden alle selbst aufgezeichnet und alle Touren selbst begangen. Dennoch sollen sie nur eine unterstützende Funktion bei Ihrer Tourenplanung sein. Speziell bei den Skitouren ändern sich bekanntlich die Verhältnisse immer wieder. Die Aufstiegsspur und der damit aufgezeichnete Track, war nur zum jeweiligen Zeitpunkt und Stunde die richtige Wahl!

Die Tracks wurden sorgfältig aufgezeichnet. Dennoch erfolgen alle Angaben ohne Gewähr. Der Autor kann für eventuelle Unfallfolgen, Schäden oder Nachteile, die bei der Durchführung der hier vorgestellten Touren und Informationen entstehen, keine Haftung übernehmen.

Sie finden Almenrausch auch auf