Hintere Schöntaufspitze 3325 m – Skitour von der Zufallhütte
Genussvolle Skihochtour im hochalpinen Grenzbereich zwischen Martelltal und Sulden mit abwechslungsreichem Anstieg, weitem Talkessel und eindrucksvoller Gipfellage. Die Route über das Madritschtal und das Madritschjoch eröffnet ein intensives Hochgebirgserlebnis mit großartigem Panorama auf das Ortler-Dreigestirn, den Cevedale sowie die Veneziaspitzen.
Diese Tour ist Teil der Skitourenregion Martelltal mit über 40 beschriebenen Skitouren und Skihochtouren im Herzen der Ortler Alpen.
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Hüttenzustieg
Der Zustieg zur Zufallhütte erfolgt vom Parkplatz Hintermartell beim Gasthof Enzian und bildet den klassischen Ausgangspunkt für Skitouren im Bereich des Cevedale- und Madritschgebietes.
Aufstieg durch das Madritschtal zum Madritschjoch
Von der Zufallhütte westwärts zum Wegkreuz und über eine Rampe schräg hinab zu dem langen Hang, der in das Madritschtal hinaufführt. Entlang dieses Hanges steigt man in das zunächst flache, weite Tal auf und hält sich dabei ziemlich mittig, nur leicht ansteigend westwärts taleinwärts. Nach einer kurzen Steilstufe, wo sich das Tal deutlich verengt, erreicht man den oberen Talbereich. Bei sicheren Verhältnissen kann im Talgrund in einem weiten Rechtsbogen in den Talkessel südlich der Hinteren Schöntaufspitze aufgestiegen werden. Alternativ hält man sich nach dem flachen Talboden rechts und steigt über gut gestuftes Gelände in ein Becken südlich der Sonnenwand auf, von dort weiter in den Talschluss. Auf etwa 2840 m wendet man sich nach links und steigt über gut gegliedertes Gelände westwärts zum Madritschjoch auf.
Schlussanstieg über den Südrücken zum Gipfel
Direkt vor dem Joch wird rechts gehalten und unterhalb eines Felsrückens zum breiten Südrücken der Hinteren Schöntaufspitze gequert. Über diesen führt der Anstieg in mehreren Kehren unschwierig hinauf zum höchsten Punkt mit Steinmann und Sendeanlage.
Abfahrt
Die Abfahrt erfolgt überwiegend entlang der Aufstiegsroute zurück durch das Madritschtal zur Zufallhütte. Bei sehr sicheren Verhältnissen kann direkt vom Gipfel über die steilen Hänge ostwärts in das Madritschtal abgefahren werden.
Kombinationen und mehrtägige Varianten
Die Hintere Schöntaufspitze eignet sich hervorragend als Bestandteil mehrtägiger Unternehmungen. Häufig wird sie als erste Etappe eines Aufenthaltes mit Zustieg von Sulden über das Madritschjoch begangen, mit Abfahrt zur Zufallhütte. Weitere lohnende Kombinationen ergeben sich über die Zufallspitzen, den Monte Cevedale und die Suldenspitze.
Tourenvielfalt rund um die Zufallhütte
Im direkten Umfeld bieten sich zahlreiche ergänzende Skihochtouren an. Die Madritschspitze überzeugt mit weitläufigem Gelände und klassischem Charakter, während die Innere Pederspitze eine ruhige Alternative im selben Talkessel darstellt. Der Monte Cevedale ergänzt die Hintere Schöntaufspitze ideal als hochalpiner Höhepunkt mit großem Panorama.
Routenplanung
Der Anstieg durch das Madritschtal erfordert eine sorgfältige Einschätzung der Verhältnisse und eine gute Orientierung. Die Länge der Tour sowie der Übergang über das Madritschjoch machen eine realistische Zeitplanung notwendig. Besonders bei schlechter Sicht kann der weite Talboden anspruchsvoll sein.
Unterkunft & Einkehr
Die Zufallhütte ist ein zentraler und bewährter Stützpunkt im Martelltal und eignet sich ideal als Ausgangsbasis für zahlreiche Skihochtouren im Cevedale-Gebiet. Dank ihrer Lage ermöglicht sie kurze Zustiege, flexible Tourenplanungen und mehrtägige Unternehmungen im hochalpinen Gelände.
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Kartenansicht
| Tourenkategorie | Skitour, Dreitausender-Skitouren |
| Gebirgsgruppe | Ortler Alpen |
| Region | Martelltal |
| Talort | Martell, 1320 m |
| Gehzeit Gesamt | 3-3,5 Std. |
| Höhendifferenz Gesamt | 1040 Hm |
| Weglänge Gesamt | 5,6 Km |
| Ausgangspunkt | Zufallhütte, 2265 m |
| Schwierigkeit |
Skitechnisch mittelschwierig |
| Exposition | S, SO, O |
| Lawinengefahr |
Mitunter bis häufig lawinengefährdet |
| Lawinenwarndienst | Beachten Sie den allgemeinen Lawinenwarndienst! |
| Beste Jahreszeit | Februar bis Anfang Mai |
| Kartenmaterial |
Kompass Karte Nr. 52 Vinschgau
Tabacco Karte Blatt 08 Ortlergebiet-Ortles Cevedale |
| Anfahrt |
A22 Brennerautobahn zur Ausfahrt Bozen Süd und entlang der Mebo (Schnellstraße) nach Meran. Weiter auf der B 38 Richtung Reschen zur Ortschaft Goldrain. Dort links in das Martelltal bis in den Talschluss nach dem Zufrittsee zum Parkplatz Hintermartell.
Aus der Schweiz oder über den Reschenpass kommend in den Vinschgau und Richtung Meran nach Goldrain und rechts in das Martelltal.
Routenplanung |
| Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln | Mit der Vinschgerbahn nach Goldrain und von dort mit dem Bus in das Martelltal (https://www.sii.bz.it/). |
| Parkmöglichkeit | Direkt nach dem Alpengasthof Enzian und auch noch wenige Meter weiter taleinwärts. |
| Einkehrmöglichkeiten Alternativ | Zufallhütte (2265 m) |
| Autor | Ernst Aigner – Gebietskenner und Autor bei Almenrausch. Seit vielen Jahren unterwegs in Tirol, Südtirol und Osttirol mit Schwerpunkt auf Berg-, Winter- sowie MTB- & E-Bike-Touren. |
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Die hier angeboten Tracks zum Download wurden alle selbst aufgezeichnet und alle Touren selbst begangen. Dennoch sollen sie nur eine unterstützende Funktion bei Ihrer Tourenplanung sein. Speziell bei den Skitouren ändern sich bekanntlich die Verhältnisse immer wieder. Die Aufstiegsspur und der damit aufgezeichnete Track, war nur zum jeweiligen Zeitpunkt und Stunde die richtige Wahl!
Die Tracks wurden sorgfältig aufgezeichnet. Dennoch erfolgen alle Angaben ohne Gewähr. Der Autor kann für eventuelle Unfallfolgen, Schäden oder Nachteile, die bei der Durchführung der hier vorgestellten Touren und Informationen entstehen, keine Haftung übernehmen.