Marteller Hütte 2610 m – Winterzustieg von Hintermartell über die Zufallhütte
Landschaftlich eindrucksvoller Winterzustieg im Martelltal mit stetigem Höhengewinn, abwechslungsreichem Gelände und großartigen Ausblicken in den hochalpinen Talschluss. Bereits am Zustieg öffnen sich weite Blicke auf die Zufallspitze und die umgebenden Gletscherberge, wodurch dieser Hüttenanstieg weit mehr als nur ein funktionaler Zugang ist.
Diese Tour ist Teil der Skitourenregion Martelltal mit über 40 beschriebenen Skitouren und Skihochtouren im Herzen der Ortler Alpen.
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Winterzustieg von Hintermartell zur Zufallhütte
Vom Parkplatz Hintermartell wird bei der ersten Wiese rechts zum Waldrand aufgestiegen. Entlang der Skiroute beziehungsweise des Sommerweges geht es gleichmäßig ansteigend in südwestlicher Richtung durch ein Waldstück zur ersten freien Wiesenfläche. Dort öffnet sich erstmals der Blick auf die Zufallhütte, die markant auf einer Geländekanzel liegt. Die Wiese wird gequert, anschließend in einem weiten Rechtsbogen um die Kanzel herumgeführt und bei einer Ruine rechts noch wenige Meter aufwärts zur Zufallhütte aufgestiegen.
Weiterweg von der Zufallhütte zur Marteller Hütte
Von der Zufallhütte wird unterhalb der Kapelle links vorbeigegangen und zum Schlachthaus aufgestiegen. Durch einen Einschnitt zwischen Felsriegeln führt der Weg weiter aufwärts, anschließend über eine kurze Steilstufe in das breite Tal des Plimabaches. Vorbei an der alten Staumauer wird der flache Talboden erreicht. Vor einer kleinen Brücke hält man sich links und steigt über eine steile Hangstufe südwärts in das weite Talbecken südwestlich der Marteller Hütte auf. Nach einem Richtungswechsel nach links erfolgt der nun sanfte Schlussanstieg zur gut sichtbaren Marteller Hütte auf 2610 m.
Alternative Zustiegsvariante
Eine landschaftlich besonders reizvolle Variante führt vom Parkplatz entlang des Fahrweges zum oberen Parkplatzende, dort links über eine Brücke in Richtung Hotel Paradiso. Anschließend verläuft der Zustieg links der Plimaschlucht durch Waldgelände taleinwärts. Über die neue Hängebrücke gelangt man schließlich zur Zufallhütte. Entlang dieser Route lassen sich auch die neu angelegten Aussichtsplattformen besuchen.
Tourenvielfalt ab der Marteller Hütte
Die Marteller Hütte ist ein zentraler Stützpunkt für zahlreiche Skihochtouren. Klassiker wie Monte Cevedale, Zufallspitze oder die Überschreitung von Zufallspitze und Monte Cevedale sind direkt erreichbar. Ebenso bieten sich Touren auf die Köllkuppe, die Östliche Veneziaspitze, die Suldenspitze sowie anspruchsvolle Unternehmungen im Bereich des Schranferners an.
Routenplanung
Der Winterzustieg ist bei guten Verhältnissen problemlos, dennoch erfordern Steilstufen und offene Talbereiche eine sichere Einschätzung von Schnee- und Wetterlage. Ein früher Start ist vor allem bei Neuschnee oder warmen Temperaturen sinnvoll. Der Zustieg eignet sich sowohl für Skitourengeher als auch für Winterwanderer mit entsprechender Ausrüstung.
Unterkunft & Einkehr
Die Marteller Hütte ist ein zentral gelegener Stützpunkt im oberen Martelltal und eignet sich ideal als Ausgangsbasis für mehrtägige Skihochtouren im Cevedale- und Veneziaspitzengebiet. In Kombination mit der Zufallhütte ergeben sich flexible Etappen- und Tourenmöglichkeiten im hochalpinen Gelände.
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Kartenansicht
| Tourenkategorie | Skitour |
| Gebirgsgruppe | Ortler Alpen |
| Region | Martelltal |
| Talort | Martell - Ortschaft Gand, 1293 m |
| Gehzeit Gesamt | 2 Std. |
| Höhendifferenz Gesamt | 576 Hm |
| Weglänge Gesamt | 4,4 Km |
| Ausgangspunkt | Parkplatz Hintermartell - kurz nach dem Gasthof Enzian im Talschluss vom Martelltal, 2051 m |
| Schwierigkeit |
Skitechnisch leicht |
| Exposition | N, NO |
| Lawinengefahr |
Kaum lawinengefährdet - wenn dann in der letzten Steilstufe hinauf zur Hütte - aber immer sehr gut angefahren. Beachten Sie auch die Infos in der Lawinenkunde! |
| Lawinenwarndienst | Beachten Sie den allgemeinen Lawinenwarndienst! |
| Beste Jahreszeit | Februar bis Anfang Mai |
| Kartenmaterial |
Kompass Karte Nr. 52 Vinschgau
Tabacco Karte Nr. 08 Ortles Cevedale Ortlergebiet |
| Anfahrt |
A22 Brennerautobahn zur Ausfahrt Bozen Süd und entlang der Mebo (Schnellstraße) nach Meran. Weiter auf der B 38 Richtung Reschen zur Ortschaft Goldrain. Hier links in das Martelltal bis in den Talschluss nach dem Zufrittsee.
Aus der Schweiz oder über den Reschenpass kommend in den Vinschgau und Richtung Meran nach Goldrain und rechts in das Martelltal.
Routenplanung |
| Parkmöglichkeit | Direkt nach dem Gasthof Enzian und auch noch wenige Meter weiter taleinwärts (gebührenpflichtig). |
| Einkehrmöglichkeiten Alternativ | Zufallhütte (2265 m) und Marteller Hütte (2610 m) |
| Autor | Ernst Aigner – Gebietskenner und Autor bei Almenrausch. Seit vielen Jahren unterwegs in Tirol, Südtirol und Osttirol mit Schwerpunkt auf Berg-, Winter- sowie MTB- & E-Bike-Touren. |
| Zugriffe | 61 (Oktober 2026) |
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Die hier angeboten Tracks zum Download wurden alle selbst aufgezeichnet und alle Touren selbst begangen. Dennoch sollen sie nur eine unterstützende Funktion bei Ihrer Tourenplanung sein. Speziell bei den Skitouren ändern sich bekanntlich die Verhältnisse immer wieder. Die Aufstiegsspur und der damit aufgezeichnete Track, war nur zum jeweiligen Zeitpunkt und Stunde die richtige Wahl!
Die Tracks wurden sorgfältig aufgezeichnet. Dennoch erfolgen alle Angaben ohne Gewähr. Der Autor kann für eventuelle Unfallfolgen, Schäden oder Nachteile, die bei der Durchführung der hier vorgestellten Touren und Informationen entstehen, keine Haftung übernehmen.