Köllkuppe 3330 m (Cima Marmotta) – Skitour von der Zufallhütte über den Hohenferner
Beliebte und landschaftlich großartige Skihochtour im Herzen der Ortlergruppe mit weitläufigem Skigelände, gleichmäßigem Anstieg und eindrucksvollem Rundumblick. Die Route über die Marteller Hütte und den Hohenferner zählt zu den Klassikern im Gebiet der Zufallhütte und bietet bereits ab dem Plimatal genussvolle Linien in hochalpiner Umgebung.
Diese Tour ist Teil der Skitourenregion Martelltal mit über 40 beschriebenen Skitouren und Skihochtouren im Herzen der Ortler Alpen.
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Hüttenzustieg
Der Zustieg zur Zufallhütte erfolgt vom Parkplatz Hintermartell beim Gasthof Enzian und stellt den zentralen Ausgangspunkt für Skitouren im Bereich des Plima- und Martelltales dar.
Aufstieg von der Zufallhütte zur Marteller Hütte
Von der Zufallhütte links an der Kapelle vorbei zum Schlachthaus und durch einen Einschnitt zwischen Felsriegeln aufwärts. Vorbei an der alten Staumauer geht es weiter in den flachen Talboden des Plimabaches. Vor einer kleinen Brücke links haltend wird über eine steile Hangstufe südwärts in das weite Talbecken südwestlich der Marteller Hütte aufgestiegen.
Weiterer Anstieg über den Hohenferner zur Köllkuppe
Die Marteller Hütte bleibt links liegen, ein kurzer Abstecher bietet sich an. Anschließend hält man sich an der linken Talseite weiter taleinwärts. Die Spur zum Fürkeleferner wird verlassen und über kurze Steilstufen ostwärts aufgestiegen, wodurch ein weiteres Hochtal erreicht wird. Vor einer sperrenden Felsflanke entweder rechts steil aufwärts oder schöner links haltend über gestuftes Gelände, etwa entlang des Sommerweges, auf den Hohenferner. Über die weiten Gletscherflächen geht es südwärts auf einen gut erkennbaren Steilhang nordwestlich der Gipfelkuppe zu. In langen Kehren wird der Kamm erreicht, von dort noch wenige Meter nach Osten auf den Gipfel, der bei guten Verhältnissen mit Skiern bestiegen werden kann.
Abfahrt
Die Abfahrt erfolgt entweder entlang der Aufstiegsroute oder vom Hohenferner etwas rechts haltend nordwärts über schönes Skigelände. Auf etwa 2700 m wird links um den Rücken der Konzensspitze herum zur Marteller Hütte abgefahren. Von dort folgt die Abfahrt entlang der bekannten Aufstiegslinie zurück zur Zufallhütte. Ein kurzer Videoeindruck der Tour ist auf meinem Instagram-Kanal verfügbar.
Tourenvielfalt rund um die Zufallhütte
Durch ihre zentrale Lage lässt sich die Köllkuppe ideal mit weiteren Touren kombinieren. Die Veneziaspitzen-Runde bietet eine ausgedehnte hochalpine Überschreitung, während die Eisseespitze mit gleichmäßigem Gelände eine logische Ergänzung darstellt. Als großer Klassiker ergänzt der Monte Cevedale das Tourenangebot mit maximaler Höhe und eindrucksvoller Hochgebirgsszenerie.
Routenplanung
Die Tour erfordert eine solide Zeitplanung, insbesondere bei Varianten über den Hohenferner. Der Anstieg über Gletscherflächen verlangt sichere Orientierung und stabile Verhältnisse. Aufgrund der Übersichtlichkeit eignet sich die Köllkuppe gut für den Einstieg in das Tourengebiet, dennoch sollten aktuelle Schnee- und Wetterbedingungen sorgfältig berücksichtigt werden.
Unterkunft & Einkehr
Die Zufallhütte ist ein zentraler und bewährter Stützpunkt im Martelltal und eignet sich ideal als Ausgangsbasis für zahlreiche Skihochtouren im Cevedale-Gebiet. Dank ihrer Lage ermöglicht sie kurze Zustiege, flexible Tourenplanungen und mehrtägige Unternehmungen im hochalpinen Gelände.
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Kartenansicht
| Tourenkategorie | Skitour, Dreitausender-Skitouren |
| Gebirgsgruppe | Ortler Alpen |
| Region | Martelltal |
| Talort | Martell, 1293 m |
| Gehzeit Gesamt | 3-3,5 Std. |
| Höhendifferenz Gesamt | 1134 Hm |
| Weglänge Gesamt | 5,8 Km |
| Ausgangspunkt | Zufallhütte, 2265 m |
| Schwierigkeit |
Skitechnisch mittelschwierig |
| Ausrüstung |
Eventuell Gletscherausrüstung für den Hohenferner. |
| Exposition | N, NW, NO |
| Lawinengefahr |
Mitunter lawinengefährdet. Achtung bei den jeweiligen Steilstufen - die letzte Steilrinne vor dem Hohenferner kann man gut beim Aufstieg links umgehen (ident mit dem Sommerweg). Beachten Sie auch die Infos in der Lawinenkunde! |
| Lawinenwarndienst | Beachten Sie den allgemeinen Lawinenwarndienst! |
| Beste Jahreszeit | Februar bis Anfang Mai |
| Kartenmaterial |
Kompass Karte Nr. 52 Vinschau
Tabacco Karte Nr. 08 Ortles Cevedale Ortlergebiet |
| Anfahrt |
A22 Brennerautobahn zur Ausfahrt Bozen Süd und entlang der Mebo (Schnellstraße) nach Meran. Weiter auf der B 38 Richtung Reschen zur Ortschaft Goldrain. Dort links in das Martelltal bis in den Talschluss nach dem Zufrittsee zum Parkplatz Hintermartell.
Aus der Schweiz oder über den Reschenpass kommend in den Vinschgau und Richtung Meran nach Goldrain und rechts in das Martelltal.
Routenplanung |
| Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln | Mit der Vinschgerbahn nach Goldrain und von dort mit dem Bus in das Martelltal (https://www.sii.bz.it/). |
| Parkmöglichkeit | Direkt nach dem Gasthof Enzian und auch noch wenige Meter weiter talein. |
| Unterkünfte Alternativ | Zufallhütte (2265 m) und Marteller Hütte (2610 m) |
| Autor | Ernst Aigner – Gebietskenner und Autor bei Almenrausch. Seit vielen Jahren unterwegs in Tirol, Südtirol und Osttirol mit Schwerpunkt auf Berg-, Winter- sowie MTB- & E-Bike-Touren. |
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Die hier angeboten Tracks zum Download wurden alle selbst aufgezeichnet und alle Touren selbst begangen. Dennoch sollen sie nur eine unterstützende Funktion bei Ihrer Tourenplanung sein. Speziell bei den Skitouren ändern sich bekanntlich die Verhältnisse immer wieder. Die Aufstiegsspur und der damit aufgezeichnete Track, war nur zum jeweiligen Zeitpunkt und Stunde die richtige Wahl!
Die Tracks wurden sorgfältig aufgezeichnet. Dennoch erfolgen alle Angaben ohne Gewähr. Der Autor kann für eventuelle Unfallfolgen, Schäden oder Nachteile, die bei der Durchführung der hier vorgestellten Touren und Informationen entstehen, keine Haftung übernehmen.