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Pistentouren - 10 Empfehlungen & Abendskitouren

Lösungsmodell im Großraum Innsbruck
Im Sinn dieser genannten Grundsätze beteiligt sich der ÖAV mit seinen Landesverbänden und Sektionen gerne an der Erarbeitung und Umsetzung lokaler bzw. regionaler Lösungsmodelle. Als positives Beispiel kann die Lösung im Großraum Innsbruck angeführt werden.
Das "Innsbrucker Modell" wurde 2009 unter Mitwirkung des ÖAV von einer breiten Plattform erarbeitet und umgesetzt. Demnach steht unter der Woche an jedem Abend ein spezielles Skigebiet länger für Tourengeher offen, die Pisten werden erst ab 22 oder 22.30 Uhr präpariert.

Wintersaison 2020/21

 

Skitourengeher im Großraum Innsbruck können sich freuen: Denn was die beliebten Nacht-Pistentouren betrifft, hat sich einiges in Sachen Angebot getan. Waren es vor noch nicht langer Zeit sechs Skigebiete, die die Pistenpräparierung an mindestens einem Abend zugunsten der Tourengeher verschoben haben, sind es nunmehr bereits neun.

Nur am Pistenrand hintereinander aufsteigen, Warnhinweise/Sperren beachten und die Zeiten einhalten, lauten einige diesbezüglicher Regeln.
Unfälle in der Vergangenheit, bei denen Tourengeher von Pistengeräten verletzt wurden, sollen nun tunlichst vermieden werden.

 

Tipp: Zahlreiche Pistentouren auch auf Almenrausch.at

Pistentouren rund um Innsbruck

Herausgeberin und Verlegerin

Koch alpin GmbH, Volderer Brücke 9, 6068 Mils
[email protected]www.kochalpin.at

Es ist noch keine 10 Jahre her, da wurden Tourengeher am Pistenrand als Exoten wahrgenommen, heute sind in manchen Gebieten die Aufsteiger in der Überzahl.


WAS ABER BRINGT TOURENGEHER AUF DIE PISTE?

  • Sicherheit: Lawinengefahr oder schlechte Witterung sind auf der Piste weniger problematisch als im freien Gelände
  • Komfort: Die leichte Erreichbarkeit, der geräumte Parkplatz und bequeme Abfahrten machen Pistentouren zu einer idealen Betätigung für "zwischendurch".
  • Geselligkeit: der gemütliche Tratsch beim Aufstieg, Z'sammsitz'n im Gipfelrestaurant und die gemeinsame Abfahrt - wichtige Aspekte für Familien und Freunde
  • Fitness: Die gleichmäßige Bewegung beim Aufstieg fordert den ganzen Körper, die Abfahrt schult das Reaktionsvermögen und die Koordination.

Sicher und Fair

Pistentouren Sicher & Fair
Auch auf Pisten sind Sie eigenverantwortlich unterwegs. Alpine Gefahren, insbesondere die Lawinengefahr, sind selbst einzuschätzen. Notfallausrüstung ist mitzuführen. Skipisten stehen in erster Linie den Benützern der Seilbahnen und der Lifte zur Verfügung. Um Unfälle und Konflikte zu vermeiden, bitten wir, neben den FIS-Verhaltensregeln auch folgende Empfehlungen zu beachten:

1. Warnhinweise sowie lokale Regelungen beachten.

2. Der Sperre einer Piste oder eines Pistenteils Folge leisten. Beim Einsatz von Pistengeräten - insbesondere mit Seilwinden - oder bei Lawinensprengungen, etc. kann es zu lebensgefährlichen Situationen kommen. Pisten können daher aus Sicherheitsgründen für die Dauer der Arbeiten gesperrt sein.

3. Nur am Pistenrand und hintereinander aufsteigen.

4. Die Piste nur an übersichtlichen Stellen und mit genügend Abstand zueinander queren.

5. Frisch präparierte Pisten nur im Randbereich befahren. Über Nacht festgefrorene Spuren können die Pistenqualität stark beeinträchtigen.

6. Bis 22:30 Uhr oder einer anderen vom Seilbahnunternehmen festgelegten Uhrzeit die Pisten verlassen.

7. Sichtbar machen. Bei Dunkelheit oder schlechter Sicht Stirnlampe, reflektierende Kleidung etc. verwenden.

8. Bei besonders für Pistentouren gewidmeten Aufstiegsrouten/Pisten nur diese benützen.

9. Hunde nicht auf Pisten mitnehmen.

10. Ausgewiesene Parkplätze benützen und allfällige Parkgebühren entrichten.
Textquelle: Österreichisches Kuratorium für Alpine Sicherheit

Gefahren und Konfliktpotenzial

Beim Aufstieg kann es insbesondere in Steilhängen, an übersichtlichen oder engen Passagen zu Kollisionen mit Skifahrern kommen. Um Unfälle zu vermeiden, bitte für den Aufstieg immer den Pistenrand benützen und die Piste nur an übersichtlichen Stellen und mit genügend Abstand queren!

In die Piste gefrorene Abfahrtsspuren können am nächsten Tag zu Hindernissen für Skifahrer werden. Besonders im Spätwinter und Frühjahr kann das der Fall sein, wenn Spuren bei wärmeren Temperatur- und feuchteren Schneeverhältnissen tief in die Piste gefrieren. Daher auf frisch präparierten Pisten, die noch nicht verfestigt sind, bitte nur im Randbereich abfahren.

Die Pistenpräparierung mit Seilwinden ist längst nicht mehr nur auf Steilhänge begrenzt. Notwendige Hinweise zur Kennzeichnung bzw. Absperrung können unter Umständen weit von den Pistenfahrzeugen entfernt sein. Gespannte oder plötzlich schwingende Stahlseile können vor allem in der Nacht lebensgefährlich sein. Auch Beschneiungsanlagen und ihre Leitungen sowie Schneedepots können zu höchst gefährlichen Hindernissen werden. Zur eigenen Sicherheit und aus Rücksicht gegenüber dem Liftbetreiber unbedingt Pistensperren für Präparierungs- und Wartungsarbeiten sowie lokale Warnhinweise beachten und die Pisten bis zu den festgelegten Zeiten wieder verlassen.

Wer mit dem Auto zu seiner Pistentour aufbricht, sollte ausschließlich die ausgewiesenen Parkplätze benützen und allfällige Parkgebühren entrichten. Damit wird vermieden, dass Einfahrten oder Privatgrund zugeparkt wird oder nach der Skitour ein Strafmandat am eigenen Auto wartet.

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