Monte Cevedale 3769 m – Skihochtour von Sulden

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Anspruchsvolle Skihochtour in den Ortler Alpen mit langem Gletscheranstieg und eindrucksvoller Hochgebirgskulisse. Die Route von Sulden über die Schaubachhütte und die Casatihütte führt durch weitläufige Firnbecken und über markante Übergänge bis auf einen der bekanntesten Gipfel der südlichen Ortlergruppe. Vom Gipfel eröffnen sich großartige Ausblicke zur Königsspitze, zum Ortler und zu zahlreichen weiteren Dreitausendern.

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Diese Skitour ist Teil der Skitourenregion Ortlergebiet & Stilfser Joch, die mit mächtigen Gletschern, klassischen Skihochtouren und großen Dreitausendern zu den eindrucksvollsten Skitourengebieten der Alpen zählt.
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Aufstieg von Sulden über Schaubachhütte und Langenferner

Von der Bergstation oberhalb der Schaubachhütte folgt man kurz der Talabfahrt flach nach Süden, vorbei an einem LVS-Checkpoint, in das weite Talbecken südlich oberhalb der Hütte. In gleicher Richtung leicht ansteigend zum Beginn des Suldenferners. Dort in einem weiten Rechtsbogen zur ersten Steilstufe, die in das flachere Gletscherbecken nördlich des breiten Gipfelrückens der Suldenspitze führt.

Über diese Steilstufe hinauf, dabei ist auf mögliche Gletscherspalten zu achten. Auf etwa 3170 m verlässt man die Aufstiegsspur, die rechts Richtung Südwesten weiter über die Janniger Scharte auf die Suldenspitze führt, und hält sich links Richtung Südosten zu einer Scharte mit Stangenmarkierung südlich des Eisseepasses. Von dort steil schräg Richtung Süden hinab auf den Langenferner. Dieser Übergang ist häufig überwechtet und eingeweht, in diesem Fall ist der Anstieg über die Janniger Scharte und die Suldenspitze zur Casatihütte die günstigere Variante.

Weiterer Anstieg zum Monte Cevedale

Vom Langenferner in gleicher Richtung weiter ansteigend, östlich unterhalb der Casatihütte vorbei, in sanften Wellen auf den breiten Verbindungskamm zwischen Zufallspitze links und Monte Cevedale rechts zu. Im oberen Bereich steiler schräg nach rechts in die Einsattelung nordöstlich des Monte Cevedale, dabei ist insbesondere auf die Randspalte zu achten. Über den Nordostrücken, zuletzt nahezu eben, unschwierig zum Gipfelkreuz auf 3769 m.

Abfahrt und Varianten

Die Abfahrt erfolgt zunächst entlang der Aufstiegsroute bis zur Casatihütte. Von dort entweder wieder wie beim Aufstieg retour oder abwechslungsreicher nach Süden auf die Suldenspitze und über die Janniger Scharte zurück zum Ausgangspunkt. Beide Varianten beinhalten einen kurzen Gegenanstieg von rund 90 Höhenmetern.

Tourenvielfalt in der Umgebung

In der weiteren Umgebung bieten sich zahlreiche hochalpine Skihochtouren an. Der Ortler von Heilig-Drei-Brunnen, Anstiege auf den Kleinen Angelus von der Kanzel, die Suldenspitze von der Schaubachhütte oder weitere Touren im Bereich des Cevedale-Massivs ergänzen das vielseitige Tourenangebot der Ortler Alpen.

Hinweis für mehrtägige Unternehmungen

Der Monte Cevedale eignet sich gut als Auftakt eines Hüttenaufenthaltes, etwa in Verbindung mit der Zufallhütte. Je nach Routenwahl ergeben sich Abfahrten über den Langenferner durch das Langental, über den Zufallferner zur Marteller Hütte oder Überschreitungen im Bereich der Zufallspitze. Als Abschlusstour bieten sich Rückfahrten nach Sulden über die Plattenspitze mit Abfahrt durch das Rosimtal oder über das Madritschjoch mit der Schöntaufspitze an.

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Charakter: Der Monte Cevedale ist eine klassische Skihochtour mit hochalpinem Charakter. Der Anstieg verläuft über ausgedehnte Gletscherflächen, steilere Schlüsselstellen und ausgesetzte Übergänge. Sichere Verhältnisse, gute Orientierung und Erfahrung im vergletscherten Gelände sind erforderlich. Die Abfahrt steht weniger im Vordergrund, vielmehr überzeugt die Tour durch ihre landschaftliche Größe und die eindrucksvolle Gipfellage.
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Kartenansicht

Lektüre & Landkarten

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Tourenkategorie Skitour, Dreitausender-Skitouren
Gebirgsgruppe Ortler Alpen
Region Ortlergebiet
Talort Sulden, 1861 m
Gehzeit Ziel 3,5-4 Std.
Gehzeit Gesamt 4-4,5 Std.
Höhendifferenz Ziel 1194 Hm
Höhendifferenz Gesamt 1276 Hm
Weglänge Ziel 7,0 Km
Weglänge Gesamt 7,2 Km
Ausgangspunkt Bergstation der Bergbahn Sulden, 2610 m
Schwierigkeit

Skitechnisch schwierig. Der Anstieg führt über den Suldenferner und mehrere steilere Gletscherpassagen zum Übergang auf den Langenferner. Besonders anspruchsvoll ist die häufig überwechtete, steile Querung südlich des Eisseepasses, die alternativ über die Suldenspitze umgangen werden kann. Eine weitere Schlüsselstelle bildet der steile Schlussanstieg zur Einsattelung nordöstlich des Monte Cevedale. Der anschließende Nordostrücken führt unschwierig zum Gipfel. Erfahrung im hochalpinen Gletschergelände erforderlich.

Ausrüstung

Komplette Gletscherausrüstung (Hochtourenausrüstung)

Exposition N, NNW
Lawinengefahr

Mitunter lawinengefährdet. Besonders die Steilstufe am Suldenferner, der häufig eingewehte und überwechtete Übergang zum Langenferner sowie der steile Schlussanstieg zur Einsattelung erfordern eine sorgfältige Beurteilung der Schneeverhältnisse. Zusätzlich ist auf Gletscherspalten, insbesondere die Randspalte im oberen Gipfelbereich, zu achten. Beachtet auch die Infos in der Lawinenkunde!

Lawinenwarndienst Beachten Sie den allgemeinen Lawinenwarndienst!
Beste Jahreszeit März bis Anfang Mai
Kartenmaterial Kompass Karte Nr. 72 Ortler/Ortles - Cevedale
Tabacco Blatt 08 Ortlergebiet - Ortles/Cevedale
Anfahrt A22 Brennerautobahn zur Ausfahrt Bozen Süd und auf der Mebo (Schnellstraße) nach Meran. Weiter durch das Pustertal nach Spondinig und links entlang der Stilfserjochstraße nach Gomagoi. Links in das Suldental nach Sulden zur Talstation der Seilbahn Sulden (Kabinenbahn). Oder auf der A12 zur Ausfahrt Reschenpass/St. Moríz und durch das Oberinntal nach Nauders. Weiter zum Reschensee und abwärts in den Vinschgau nach Spondinig und rechts nach Gomagoi und Sulden.
Routenplanung
Parkmöglichkeit Genügend Parkplätze an der Talstation der Seilbahn Sulden.
Einkehrmöglichkeiten Alternativ Schaubachhütte (2581 m)
Unterkünfte Alternativ Schaubachhütte (2581 m)
Autor Ernst Aigner – Gebietskenner und Autor bei Almenrausch. Seit vielen Jahren unterwegs in Tirol, Südtirol und Osttirol mit Schwerpunkt auf Berg-, Winter- sowie MTB- & E-Bike-Touren.
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Die hier angeboten Tracks zum Download wurden alle selbst aufgezeichnet und alle Touren selbst begangen. Dennoch sollen sie nur eine unterstützende Funktion bei Ihrer Tourenplanung sein. Speziell bei den Skitouren ändern sich bekanntlich die Verhältnisse immer wieder. Die Aufstiegsspur und der damit aufgezeichnete Track, war nur zum jeweiligen Zeitpunkt und Stunde die richtige Wahl!

Die Tracks wurden sorgfältig aufgezeichnet. Dennoch erfolgen alle Angaben ohne Gewähr. Der Autor kann für eventuelle Unfallfolgen, Schäden oder Nachteile, die bei der Durchführung der hier vorgestellten Touren und Informationen entstehen, keine Haftung übernehmen.

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