Großer Möseler 3480 m – Skihochtour vom Nevesstausee

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Begehrtes Frühjahrstourenziel in den Zillertaler Alpen mit hochalpinem Charakter, langem Gletscheranstieg und eindrucksvollem Panorama. Der Große Möseler ist mit 3480 Metern der zweithöchste Gipfel der Zillertaler Alpen und zählt im späten Frühjahr zu den klassischen Skihochtouren der Region. Der Anstieg vom Nevesstausee über den östlichen Nevesferner führt in großartige Gletscherlandschaft und endet an einem markanten Gipfel mit weiter Rundumsicht.

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Diese Tour ist Teil der Skitourenregion Ahrntal & Tauferer Tal mit zahlreichen beschriebenen Skitouren zwischen Kasern, Weißenbach, Nevesstausee und Sand in Taufers.
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Aufstieg vom Nevesstausee zum Nevesferner

Ausgangspunkt ist die Mautstelle oberhalb von Lappach. Von dort folgt der Anstieg der Fahrstraße zum Nevesstausee und weiter entlang der Uferstraße zum letzten Parkplatz am östlichen Seeufer. Vorbei an der Jausenstation Untermaureralm führt die Route zu einer Brücke am nördlichen Ende des Stausees, am Beginn des Nevesbodens. Entlang des Bachlaufes des Ursprungbaches erfolgt der Anstieg zunächst nur leicht ansteigend durch den weiten Talboden, später durch eine zunehmend steiler und enger werdende Bachschlucht. Die steilste und engste Passage kann links oder rechts umgangen werden.

Übergang zum östlichen Nevesferner

Am sogenannten „Mösfle“ auf etwa 2420 Metern wird unter den felsigen Ausläufern des Möselenocks rechts gehalten. Links um die Ausläufer führt die Route zum Möselekopf. Über einen langen, gestuften Steilhang erfolgt der Anstieg hinauf in das weite Becken des östlichen Nevesferners. Weiter geht es etwas links haltend steiler in direkter Linie oder in einem weiten Rechtsbogen weniger steil in das obere Gletscherbecken südlich des letzten Gipfelhangs. Über diesen steilen Hang wird in zahlreichen Spitzkehren die Einsattelung zwischen Großem und Kleinem Möseler erreicht.

Gipfelanstieg auf den Großen Möseler

Aus der Einsattelung wird links haltend zum Felsgrat des Großen Möselers aufgestiegen. Dort wird üblicherweise ein Skidepot eingerichtet. Der Gipfelanstieg erfolgt zu Fuß in leichter Blockkletterei entlang des Ostgrates, die letzten Meter meist etwas links davon durch eine kurze Steilrinne auf den Gipfel des Großen Möselers auf 3480 Metern.

Abfahrt

Die Abfahrt erfolgt entlang der Aufstiegsroute zurück zum Nevesstausee. Eine häufig gewählte, etwas leichtere Alternative ist der Möselekopf. Dabei wird bereits beim „Mösfle“ links um die Ausläufer des südlichen Möselenocks gehalten und über den westlichen Nevesferner aufgestiegen, der im oberen Bereich auch schöne Abfahrtsmöglichkeiten bietet.

Routenplanung

Der Große Möseler ist eine lange Skihochtour mit Gletscherkontakt und alpinem Gipfelaufbau. Ein früher Start ist empfehlenswert. Die Orientierung im Bereich des Nevesbodens, der Bachschlucht sowie auf dem Nevesferner erfordert bei schlechter Sicht besondere Aufmerksamkeit. Der Gipfelanstieg erfolgt zu Fuß und kann bei Vereisung anspruchsvoll sein, weshalb häufig auf den Möselekopf ausgewichen wird. Aktuelle Informationen zu Gletscher- und Routenverhältnissen sollten vor der Tour eingeholt werden.

Anmerkung

Ist die Straße zum Nevesstausee geöffnet, verkürzt sich der Zustieg um etwa 2,8 Kilometer, rund 240 Höhenmeter und etwa eine Stunde Gehzeit. In diesem Fall kann weiter nördlich am Stausee kurz vor der Untermaureralm geparkt werden.

Tourenvielfalt in der Umgebung

Rund um den Nevesstausee bieten sich mehrere hochalpine Skihochtouren an. Der Hohe Weißzint ist ein klassisches Ziel in ähnlicher Höhenlage, während der Flemmberg von Zösenberg eine anspruchsvolle Alternative mit nordseitigem Charakter darstellt. Auch das Rieglerjoch von Zösenberg ergänzt das Tourenangebot im Gebiet.

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Charakter: Der Große Möseler ist eine anspruchsvolle Skihochtour mit langem Zustieg, Gletscherpassagen und alpinem Gipfelaufbau. Der Anstieg verläuft großteils über offenes Hochgelände und Gletscherflächen, der finale Gipfelaufstieg erfordert bei passenden Verhältnissen kurze Kletterei. Bei Vereisung kann der Schlussanstieg heikel sein, weshalb häufig auf den benachbarten Möselekopf ausgewichen wird, der technisch einfacher zu erreichen ist.
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Kartenansicht

Lektüre & Landkarten

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Tourenkategorie Skitour, Dreitausender-Skitouren
Gebirgsgruppe Zillertaler Alpen
Region Tauferer Ahrntal, Tauferertal
Talort Lappach, 1439 m
Gehzeit Gesamt 5-5,5 Std.
Höhendifferenz Gesamt 1860 Hm
Weglänge Gesamt 11,0 Km
Ausgangspunkt Mautstelle etwas oberhalb von Lappach, 1650 m – oder im Spätfrühjahr (meist ab Anfang Mai) am Beginn vom Nevesstausee bei der Enzianhütte, 1860 m.
Schwierigkeit

Skitechnisch schwierig. Der lange Anstieg führt durch die zunehmend steile und enge Bachschlucht sowie über einen ausgedehnten, gestuften Steilhang auf den östlichen Nevesferner. Besonders anspruchsvoll ist der steile Gipfelhang zur Einsattelung zwischen Großem und Kleinem Möseler. Vom Skidepot erfolgt der Gipfelanstieg zu Fuß über den felsigen Ostgrat mit leichter Blockkletterei und einer kurzen Steilrinne. Bei Vereisung heikel.

Ausrüstung

Pickel und Steigeisen für den Gipfelbereich empfehlenswert - im Frühjahr unbedingt Harscheisen mitführen!

Exposition S
Lawinengefahr

Häufig lawinengefährdet. Besonders die steile Bachschlucht im unteren Anstieg, der lange Steilhang zum östlichen Nevesferner sowie der steile Gipfelhang erfordern sehr sichere Schneeverhältnisse. Aufgrund der südseitigen Ausrichtung ist im Frühjahr ein früher Aufbruch mit rechtzeitiger Abfahrt besonders wichtig. Beachtet auch die Infos in der Lawinenkunde!

Lawinenwarndienst Beachten Sie den allgemeinen Lawinenwarndienst!
Beste Jahreszeit März bis Mai
Kartenmaterial Kompass Karte Nr. 081 Pfunderer Berge
Tabacco Karte Blatt 037 Hochfeiler, Pfunderer Berge
Anfahrt A13/A22 Brennerautobahn zur Ausfahrt Brixen, durch das Pustertal bis kurz nach Bruneck. Nach einem Tunnel rechts der Beschilderung Ahrntal folgen und durch das Tauferer Ahrntal nach Mühlen kurz vor Sand in Taufers. Nach Mühlen links in das Mühlwaldertal über Mühlwald und Lappach zur Mautstelle – ab etwa Anfang Mai auch weiter hinauf zum Nevesstausee zur Enzianhütte am Beginn vom Stausee.
Routenplanung
Parkmöglichkeit Einige wenige Parkmöglichkeiten direkt an der Mautstelle – ansonsten wenn die Straße freigegeben ist am Stauseebeginn unterhalb der Enzianhütte – sowie auch fast am Stauseeende.
Einkehrmöglichkeiten Alternativ Unterwegs keine – ansonsten in den Gastronomiebetrieben im Tauferer Ahrntal.
Autor Ernst Aigner – Gebietskenner und Autor bei Almenrausch. Seit vielen Jahren unterwegs in Tirol, Südtirol und Osttirol mit Schwerpunkt auf Berg-, Winter- sowie MTB- & E-Bike-Touren.
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Die Tracks wurden sorgfältig aufgezeichnet. Dennoch erfolgen alle Angaben ohne Gewähr. Der Autor kann für eventuelle Unfallfolgen, Schäden oder Nachteile, die bei der Durchführung der hier vorgestellten Touren und Informationen entstehen, keine Haftung übernehmen.

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