Monte Vioz 3645 m & Cima Linke 3631 m – Skihochtour von Peio

158

Große Skihochtour in der Ortlergruppe mit eindrucksvollem Anstieg über den weitläufigen Fornogletscher und einer der längsten Abfahrten der Region. Die Route verbindet hochalpines Gletschergelände mit großartigen Tief- und Fernblicken zu Punta San Matteo, Pizzo Tresero und Palon de la Mare. Beide Gipfel bieten eine umfassende Rundschau über die gesamte Ortlergruppe, die Abfahrt über den steilen Südhang nach Peio bildet einen landschaftlichen und skifahrerischen Höhepunkt.

813

Aufstieg über das Val del la Mite auf den Fornogletscher

Von Peio Fonti erfolgt die Auffahrt mit der Kabinenbahn zur Mittelstation beim Rifugio Scoiattolo und weiter mit der Pejo-3000-Bahn zur Bergstation auf rund 3000 m. Von dort fährt man wenige Meter entlang der Piste abwärts bis zur ersten Rechtskehre und verlässt unmittelbar danach links das Pistengelände. Querend geht es um einen Rücken schräg hinab in das Val del la Mite. Hier werden die Felle angelegt, anschließend steigt man in angenehmer Steigung nord-nordwestlich taleinwärts bis in den Talschluss auf. Zunächst hält man sich rechts, steigt über eine Steilstufe zu den Felsen auf und quert zuletzt schräg nach links in eine breite Scharte auf etwa 3330 m, die den Übergang auf den Fornogletscher bildet.

Aufstieg auf die Cima Linke

Von der Scharte hält man sich rechts und quert schräg westlich unterhalb der Felsausläufer der Cima Linke auf den weitläufigen Forni-Gletscher hinab. In nordöstlicher Richtung steigt man durch den offenen Gletscherboden auf den Palon de la Mare zu. Der Anstieg wird im oberen Teil etwas steiler und führt in einem Rechtsbogen bis kurz vor den Passo della Vedretta Rossa auf 3405 m. Hier biegt man nach rechts ab und steigt südöstlich über die breite Gletscherabdachung an, zuletzt etwas rechts haltend auf die erste sichtbare Gipfelkuppe der Cima Linke zu. Über einen kurzen steileren Abschnitt erreicht man einen Holzunterstand, die letzten Meter führen in leichter Blockkletterei zum Gipfelkreuz der Cima Linke auf 3631 m.

Übergang zum Monte Vioz

Vom Gipfel geht es zurück auf den Gletscher und in östlicher Richtung, den Strommasten folgend, hinüber zum Monte Vioz. Der höchste Punkt auf 3645 m ist mit einem trigonometrischen Zeichen markiert, ein Holzkreuz steht auf dem etwas tiefer gelegenen Ostgipfel, der gut erreichbar ist. Von hier bietet sich ein eindrucksvoller Tiefblick zur Viozhütte beziehungsweise zum Rifugio Mantova auf 3536 m, das im Winter geschlossen ist.

Abfahrt

Bei sicheren Verhältnissen erfolgt die Abfahrt direkt vom Monte Vioz über den sehr steilen Südhang in das Val del la Mite. Der Hang führt in direkter Linie talwärts und mündet etwas unterhalb des Startpunktes der Tour. Anschließend erfolgt die Rückfahrt entlang der Pisten bis nach Peio ins Tal. Alternativ kann bei ungünstigen Bedingungen auch entlang der Aufstiegsroute abgefahren werden.

Routenplanung

Es handelt sich um eine ausgeprägte Skihochtour mit Gletscherpassagen, steilen Abfahrtsabschnitten und großer Höhendifferenz. Sichere Verhältnisse, gute Sicht und stabile Schneedeckenverhältnisse sind Voraussetzung. Der Fornogletscher weist Spaltenzonen auf, entsprechende Hochtourenausrüstung ist erforderlich. Eine frühe Zeitplanung ist sinnvoll, insbesondere im Hinblick auf die Südabfahrt. Aktuelle Informationen zu Schnee- und Routenverhältnissen sollten vor der Tour eingeholt werden.

Tourenvielfalt in der Nähe

Im Umfeld von Peio und im oberen Val di Sole bieten sich weitere hochalpine Skitouren an. Der Monte Cevedale von der Malga Mare zählt zu den großen Klassikern der Region, während der Monte Redival durch das Strinotal eine ruhigere, weniger vergletscherte Alternative darstellt. Monte Vioz und Cima Linke lassen sich auch einzeln begehen, die Kombination bietet jedoch das vollständigste hochalpine Erlebnis.

819
Charakter: Anspruchsvolle Skihochtour mit Gletscherkontakt, langen Anstiegen und sehr langer Abfahrt. Der landschaftlich großzügige Fornogletscher stellt den zentralen Abschnitt der Tour dar. Gute Kondition, sichere Skitechnik und Erfahrung im hochalpinen Gelände sind erforderlich. Die Runde ist deutlich weniger steil als der direkte Südaufstieg, jedoch wesentlich länger und alpin anspruchsvoller. Klassische Frühjahrstour mit großer Höhenbilanz.
Ferienregion Kitzbühel

Euer Wanderurlaub in Kitzbühel 2026

Genießt traumhafte Wandererlebnisse im Sommer 2026

Kartenansicht

Lektüre & Landkarten

184
Tourenkategorie Skitour
Gebirgsgruppe Ortler Alpen
Region Val di Sole
Talort Peio Fonti, 1383 m
Gehzeit Gesamt 2,5-3 Std.
Höhendifferenz Gesamt 871 Hm (auf) – 2205 Hm (ab)
Weglänge Gesamt 5,9 Km (auf) – 9,6 Km (ab)
Ausgangspunkt Bergstation Pejo 3000, ca. 3000 m
Schwierigkeit

Skitechnisch mittelschwierig bis schwierig (direkter Aufstieg und Abfahrt schwierig!)

Ausrüstung

Eventuell Gletscherausrüstung - zumindest Steigeisen

Exposition S, SO
Lawinengefahr

Mitunter lawinengefährdet. Beachten Sie auch die Infos in der Lawinenkunde!

Lawinenwarndienst Beachten Sie den allgemeinen Lawinenwarndienst!
Beste Jahreszeit Februar bis Anfang Mai
Kartenmaterial Kompass Karte Nr. 095 Val di Sole, Peio e Rabbi
Tabacco Nr. 48 Val Peio Val Rabbi Val di Sole 1:25.000 und Tabacco Nr. 8 Ortles-Cevedale 1:25.000
Anfahrt A13/A22 Brennerautobahn zur Ausfahrt Mezzocorona und durch das Val die Sole (SS43, SS42 und SP87) immer Richtung Tonalepass haltend, nach Peio Fonti zur Talstation der Bergbahn.
Routenplanung
Parkmöglichkeit Genügend Parkplätze an der Talstation der Peio-Bergbahnen – im Freien und in der Garage.
Einkehrmöglichkeiten Alternativ Rif. Scoiattolo an der Mittelstation
Autor Ernst Aigner – Gebietskenner und Autor bei Almenrausch. Seit vielen Jahren unterwegs in Tirol, Südtirol und Osttirol mit Schwerpunkt auf Berg-, Winter- sowie MTB- & E-Bike-Touren.
Zugriffe 31 (Oktober 2026)
Zugriffe Gesamt 12352 (seit April 2017)

Soll die Tourenbeschreibung mit oder ohne Karte gedruckt werden?

Soll die PDF Version mit oder ohne Medien heruntergeladen werden?

Die hier angeboten Tracks zum Download wurden alle selbst aufgezeichnet und alle Touren selbst begangen. Dennoch sollen sie nur eine unterstützende Funktion bei Ihrer Tourenplanung sein. Speziell bei den Skitouren ändern sich bekanntlich die Verhältnisse immer wieder. Die Aufstiegsspur und der damit aufgezeichnete Track, war nur zum jeweiligen Zeitpunkt und Stunde die richtige Wahl!

Die Tracks wurden sorgfältig aufgezeichnet. Dennoch erfolgen alle Angaben ohne Gewähr. Der Autor kann für eventuelle Unfallfolgen, Schäden oder Nachteile, die bei der Durchführung der hier vorgestellten Touren und Informationen entstehen, keine Haftung übernehmen.

Sie finden Almenrausch auch auf