3 Tag: Pforzheimerhütte-Zwieselbacher Roßkogel-Kraspesspitze-Schweinfurterhütte

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Diese Etappe zählt zu den abwechslungsreichsten Tagen der Sellrainer Skirunde und verbindet bei Bedarf zwei markante Gipfel zu einer eindrucksvollen Überschreitung. Bereits der Anstieg durch das weitläufige Walfeskar ist landschaftlich herausragend, gefolgt von einer schönen Abfahrt zum Kraspessee und einem steilen, fordernden Schlussanstieg auf die Kraspesspitze. Die lange Abfahrt durch das Weite Kar bildet einen stimmungsvollen Abschluss des Tages.

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Auf den Zwieselbacher Roßkogel

Von der Pforzheimer Hütte geht es zunächst westwärts über welliges Gelände bis auf etwa 2430 m. Hier hält man sich rechts und steigt über eine kurze Steilstufe nordwestwärts in das weite Becken des Walfeskars auf. In gleicher Richtung steigt man noch mäßig steil weiter, bis man den Fuß des langen, markanten Steilhanges erreicht. Ab hier führt der Anstieg nordwärts in engen Spitzkehren steil hinauf zu einem sperrenden Felsgrat.

Links quert man westwärts schräg auf einen Rücken hinaus, steigt am höchsten Punkt bei einem Steinmann kurz ab auf den Kraspesferner und gelangt in einem weiten Linksbogen zum Gipfelaufbau des Zwieselbacher Roßkogels. Meist rechts haltend erreicht man den Rücken und steigt unschwierig zu Fuß zum Gipfelkreuz auf.

Abfahrt und Aufstieg auf die Kraspesspitze

Vom Gipfel fährt man nordostwärts über den Kraspesferner ab, westlich der Rotgrubenspitze über einen kurzen Steilhang hinab und weiter nordwärts zum Kraspessee, der auf etwa 2550 m erreicht wird. Hier stößt die Aufstiegsspur von Haggen herauf.

Man dreht links ein und quert flach westwärts bis zu einem Übergang. Es folgt eine heikle, leicht fallende Querung eines steilen Nordhanges. Am sichersten ist es, kurz in den Talboden abzufahren und anschließend wieder aufzusteigen. Über eine kurze Steilstufe gelangt man in das Wilde Kar und steigt flacher werdend bis unter den Gipfel der Kraspesspitze auf. Auf etwa 2760 m führt der Anstieg sehr steil links hinauf in eine Einsattelung südöstlich des Gipfels. Je nach Verhältnissen geht es mit Skiern oder zu Fuß nordwestwärts auf den Gipfel.

Abfahrt zur Schweinfurter Hütte

Von der Kraspesspitze erfolgt die Abfahrt südwärts über einen Steilhang in ein weites Kar. In gleichbleibender Richtung fährt man weiter in das Weite Kar ein und hält sich meist auf der linken Talseite. Schließlich erreicht man die Einfahrt in den sehr steilen Schlusshang zur Schweinfurter Hütte. Hier hält man sich im Abfahrtssinn am besten rechts am breiten Rücken und fährt hinab zur Schweinfurter Hütte.

Routenplanung

Die Etappe beinhaltet steile Anstiege, ausgesetzte Querungen und anspruchsvolle Abfahrten. Schlüsselstellen sind der Steilhang im Walfeskar, die Querung oberhalb des Kraspessee sowie der Gipfelanstieg auf die Kraspesspitze. Stabile Schnee- und Lawinenverhältnisse sind zwingend erforderlich. Aufgrund der Länge und Komplexität ist eine sorgfältige Zeitplanung notwendig.

Anmerkungen

Alternativ kann der Zwieselbacher Roßkogel von der Pforzheimer Hütte auch durch die Rotgrube bestiegen werden. Als Abfahrtsvariante bietet sich nördlich des Gipfelaufbaus die steile Abfahrt durch das Fidaskar direkt zur Schweinfurter Hütte an.

Diese Etappe ist Teil der Sellrainer Skirunde von Lüsens.

Etappenübersicht der Skirunde

Lüsens – Westfalenhaus

Westfalenhaus – Winnebacher Weißkogel – Pforzheimer Hütte

Pforzheimer Hütte – Zwieselbacher Roßkogel – Kraspesspitze – Schweinfurter Hütte

Schweinfurter Hütte – Breiter Grieskogel – Winnebachseehütte

Winnebachseehütte – Hoher Seeblaskogel – Lüsens

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Charakter: Sehr anspruchsvolle hochalpine Skitour mit zwei Gipfelzielen, steilen Anstiegen und langen Abfahrten. Die Etappe verlangt sichere Skitechnik, gute Kondition und Erfahrung im steilen Gelände. Besonders die Querungen und der Anstieg auf die Kraspesspitze erfordern stabile Verhältnisse. Durch Varianten lässt sich der Tagesablauf flexibel anpassen.
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Kartenansicht

Lektüre & Landkarten

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Gebirgsgruppe Stubaier Alpen
Talort St. Sigmund im Sellrain, 1513 m
Gehzeit Gesamt 2,5-3 Std. (Zwieselbacher), 3,5-4 Std. (Kraspesspitze)
Höhendifferenz Gesamt 1287 Hm (Aufstieg), 1562 Hm (Abfahrt)
Weglänge Gesamt 4,9 Km (Aufstieg), 6,9 Km (Abfahrt)
Ausgangspunkt Pforzheimer Hütte, 2310 m
Schwierigkeit

Skitechnisch schwierig bis sehr schwierig.

Ausrüstung

Gletscherausrüstung - zumindest Steigeisen und Pickel!

Exposition Alle Expositionen
Lawinengefahr

Mitunter bis häufig lawinengefährdet. Die Steilstufe im Walfeskar, die Querung nach dem Kraspessee und der Schlusshang auf die Kraspesspitze sind heikel. Beachten Sie auch die Infos in der Lawinenkunde!

Lawinenwarndienst Beachten Sie den allgemeinen Lawinenwarndienst!
Beste Jahreszeit Februar bis April/Anfang Mai
Kartenmaterial Kompass Karte Nr. 83 Stubaier Alpen
AV-Karte Nr. 31/2 Stubaier Alpen 1:25000
Anfahrt Bei Zustieg von Niederthai: A-12 Inntalautobahn zur Ausfahrt Ötztal. In das Ötztal bis zur Ortschaft Umhausen. Hier links auf einer gut ausgebauten Bergstrasse zur kleinen Ortschaft Niederthai.
Routenplanung
Parkmöglichkeit Großer Parkplatz in Niederthai rechts nach der Kirche am Ortsende.
Sonstige Infos / Wissenswertes

Der Startpunkt der Runde kann auch in St. Sigmund im Sellraintal erfolgen. Hierbei steigt man von St. Sigmund zur Pforzheimer Hütte auf. Dieser Startpunkt hat noch einen großen Vorteil, da man zu diesem Ausgangspunkt direkt mit dem Postbus anreisen kann (www.vvt.at).

Autor Ernst Aigner – Gebietskenner und Autor bei Almenrausch. Seit vielen Jahren unterwegs in Tirol, Südtirol und Osttirol mit Schwerpunkt auf Berg-, Winter- sowie MTB- & E-Bike-Touren.
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Die hier angeboten Tracks zum Download wurden alle selbst aufgezeichnet und alle Touren selbst begangen. Dennoch sollen sie nur eine unterstützende Funktion bei Ihrer Tourenplanung sein. Speziell bei den Skitouren ändern sich bekanntlich die Verhältnisse immer wieder. Die Aufstiegsspur und der damit aufgezeichnete Track, war nur zum jeweiligen Zeitpunkt und Stunde die richtige Wahl!

Die Tracks wurden sorgfältig aufgezeichnet. Dennoch erfolgen alle Angaben ohne Gewähr. Der Autor kann für eventuelle Unfallfolgen, Schäden oder Nachteile, die bei der Durchführung der hier vorgestellten Touren und Informationen entstehen, keine Haftung übernehmen.

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