Tag 1: Bergstation - Grawand - Fineilkopf - Fineilspitze - Similaunhütte

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Skihochtour von der Bergstation der Grawandbahn über die Fineilköpfe mit Abfahrt zur Similaunhütte

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Aufstieg auf die Grawand

Von Kurzras erfolgt die Auffahrt mit der Grawandbahn bis zur Bergstation. Direkt vom Ausstieg erreicht man den Gipfel der Grawand in etwa zehn bis fünfzehn Minuten zu Fuß. Nach der ersten Gipfelschau kehrt man zur Bergstation zurück und fährt entlang der Piste bis auf etwa 2900 m unterhalb der Talstation des Fineillifts ab.

Aufstieg auf den westlichen Fineilkopf

Von hier quert man zunächst kurz nach Nordosten unterhalb der Schwarzen Wand. In einem weiten Rechtsbogen steigt man durch ein breites Gletscherbecken südostwärts über eine erste Steilstufe in ein flacheres Becken nördlich der markanten Eisbrüche auf. Nach einem kurzen flachen Abschnitt folgt der nächste steilere Hang, der rechts der imposanten Gletscherabbrüche in Spitzkehren überwunden wird. Auf der weitläufigen Gletscherterrasse nordöstlich der Fineilköpfe hält man sich rechts und steigt direkt zum Gipfelaufbau des westlichen Fineilkopfs an. Über einen kurzen Steilhang gelangt man auf einen breiten Rücken und steigt, zuletzt wieder steiler, zum höchsten Punkt des westlichen Fineilkopfs auf 3415 m auf.

Überschreitung zur Fineilspitze

Vom Gipfel fährt man direkt nach Osten auf den Hochjochferner ab und quert in nordöstlicher Richtung schräg unterhalb der übrigen Fineilköpfe zum Gipfelaufbau der Fineilspitze. Unterhalb des östlichen Fineilkopfs führt die Route schräg um einen Rücken zu einer kurzen Steilrinne. Über diese gelangt man in eine flache Einsattelung. Von dort steigt man meist mit Skiern am Rucksack, bei sehr guten Verhältnissen auch mit Skiern, steil auf den Südwestrücken auf. Über die schmale und ausgesetzte Gratschneide erreicht man schließlich den Gipfel der Fineilspitze auf 3516 m.

Abfahrt zur Similaunhütte

Nach der Gipfelrast folgt man zunächst zu Fuß dem scharfen Grat ein kurzes Stück in nordöstlicher Richtung, wobei der erste Abschnitt häufig überwechtet ist. Meist etwas rechts unterhalb der Gratschneide gelangt man auf den breiter werdenden Nordostrücken. Entlang dieses steigt man weiter ab, bis ein geeigneter Punkt zum Anfellen erreicht ist, und fährt anschließend durch die steile Ostflanke ab. Im flacheren Gelände quert man in das Hauslabjoch auf 3279 m und fährt leicht rechts haltend zur markanten Pyramide an der Ötzi-Fundstelle im Tisenjoch. Von dort führt die Abfahrt ostwärts in ein weites Becken südlich des Hauslabkogels und in einem großen Rechtsbogen talauswärts in das Hochtal des Niederjochbachs. Entlang der Zustiegsroute steigt man schließlich zum Niederjoch und zur Similaunhütte auf 3019 m auf. Eine direkte Querung von der Ötzi-Fundstelle zur Hütte ist nur bei sehr sicheren Verhältnissen sinnvoll, da dabei extrem steile, lawinengefährdete Hänge zu queren sind.

Diese Etappe ist Teil der Fineilspitze & Similaun Überschreitung mit Abfahrt ins Pfossental.

Übersicht der Etappen

Grawand – Westlicher Fineilkopf – Fineilspitze – Similaunhütte

Similaunhütte – Similaun – Pfossental

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Charakter: Bereits der erste Tag dieser Durchquerung zählt zu den eindrucksvollsten Etappen der gesamten Unternehmung. Dank der Gletscherbahn lassen sich mehrere markante Dreitausender vergleichsweise kompakt miteinander verbinden. Der kurze Fußanstieg auf die Grawand, die Überschreitung des westlichen Fineilkopfs und als Höhepunkt die formschöne Fineilspitze ergeben eine hochalpine Runde mit großartigen Ausblicken. Den Abschluss bildet die Abfahrt über das Hauslabjoch mit Besuch der Ötzi-Fundstelle und der landschaftlich reizvolle Übergang zur Similaunhütte.
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Kartenansicht

Lektüre & Landkarten

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Gebirgsgruppe Ötztaler Alpen
Talort Kurzras, 2011m
Gehzeit Gesamt 3 Std.
Höhendifferenz Gesamt 933 Hm (auf) – 1114 Hm (ab)
Weglänge Gesamt 4,3 Km (auf) – 5,1 Km (ab)
Ausgangspunkt Bergstation Grawandbahn, 3212m
Schwierigkeit

Schwierig - ausgesetzte Gratüberschreitung der Fineilspitze.

Ausrüstung

Komplette Gletscherausrüstung

Kartenmaterial Kompass Karte Nr. 52 Vinschgau/Val Venosta
Tabacco Karte Nr. 04 Schnalstal
Anfahrt Von Tirol oder aus dem Südtiroler Unterland kommend auf der A22 nach Bozen und auf der MEBO nach Meran. Weiter in den Vinschgau Richtung Reschen und bei Naturns rechts in das Schnalstal nach Kurzras. Oder auf der A12 Richtung Landeck zur Ausfahrt Reschenpass/St. Moritz und über den Reschenpass nach Mals. Durch den Vinschgau Richtung Meran und kurz vor Naturns links in das Schnalstal.
Routenplanung
Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln Öffentlicher Busverkehr (SAD) von Meran über Naturns ins Schnalstal - eventuell Umsteigen in Naturns notwendig (Busfahrplan http://www.sii.bz.it/).
Parkmöglichkeit Genügend Parkplätze an der Talstation in Kurzras.
Einkehrmöglichkeiten Alternativ Similaunhütte (3019m)
Autor Ernst Aigner – Gebietskenner und Autor bei Almenrausch. Seit vielen Jahren unterwegs in Tirol, Südtirol und Osttirol mit Schwerpunkt auf Berg-, Winter- sowie MTB- & E-Bike-Touren.
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