Zuckerhütl-Westgipfel (Pfaffenschneide) 3498 m – Skihochtour vom Schaufeljoch
Eine wenig begangene Skihochtour im Stubaital, die stabile Verhältnisse erfordert und erfahrenen Skibergsteigern vorbehalten bleibt. Abseits des Trubels am Zuckerhütl bietet diese Variante eine ruhige, hochalpine Alternative mit eindrucksvoller Gletscherlandschaft.
Diese Tour ist Teil der Skitourenregion Stubaital mit über 70 beschriebenen Skitouren und Skihochtouren zwischen Stubaier Gletscher, Franz-Senn-Gebiet, Schlick und dem Oberbergtal.
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Auffahrt zum Schaufeljoch
Von der Talstation Mutterberg mit der 3S Eisgratbahn I und II zur Bergstation Eisgrat und weiter mit der Gondelbahn Schaufeljoch in das Schaufeljoch.
Aufstieg über den Pfaffenferner zum Pfaffenjoch
Abfahrt über den Gaiskarferner bis in eine Mulde unterhalb der Talstation des Fernau-Schleppliftes. Nach dem Auffellen schräg mit geringem Höhengewinn zum Pfaffenferner queren. In östlicher Richtung über eine längere Steilstufe in das flache Gletscherbecken südwestlich des Pfaffenjochs aufsteigen. In der Mitte haltend weiter ansteigen, zuletzt wieder etwas steiler in das Pfaffenjoch 3208 m.
Zwischenanstieg zum Pfaffenkogel
Vom Pfaffenjoch wenige Meter südwärts entlang der Aufstiegsspur Richtung Zuckerhütl und Wilder Pfaff. Auf etwa 3260 m nach rechts eindrehen und je nach Verhältnissen Richtung Südwesten auf die Einsattelung südlich des Gipfels zu 3370 m. Von dort rechts schräg hinauf zum Gipfelkreuz des Pfaffenkogels, alternativ direkt ohne Umweg auf den Gipfel 3366 m.
Gipfelanstieg auf den Zuckerhütl-Westgipfel
Ein paar Meter abwärts und sofort schräg südwärts in eine Einsattelung am Beginn des Nordwestrückens vom Zuckerhütl-Westgipfel Pfaffenschneide queren. Aus dieser je nach Verhältnissen mit Skiern, mit Skiern am Rucksack oder mit Skidepot – also ohne Ski weiter – über den breiten Rücken, eher links dem Rand zu haltend, aufwärts auf einen Vorgipfel.
Bereits ab dem Joch sind mit Skiern unbedingt Harscheisen erforderlich, zu Fuß erfolgt der Anstieg am besten mit Steigeisen. Unschwierig über eine Kuppe, hinab in eine weitläufige Mulde zum markanten Felsgipfel mit der Madonna als Gipfelzeichen. Zuletzt in leichter Kletterei über die mit Trittbügeln versehene Felsnadel auf das kleine Gipfelplateau mit der Madonna-Statue 3498 m. Für nicht kletteraffine ist eine zusätzliche Seilsicherung zu empfehlen. Am Gipfel finden nur wenige Personen Platz, zudem besteht Absturzgefahr durch eine glatte, teils vereiste Felsplatte.
Abfahrt oder Abstieg
Je nach Wahl des Schlussanstieges mit Skiern oder zu Fuß wieder am selben Weg zurück zum Skidepot. Von dort entlang der Aufstiegsroute zurück. Alternativ vom Joch aus direkt hinab auf den Pfaffenferner.
Steile Abfahrtsvariante bei stabilen Verhältnissen
Bei günstigen und stabilen Verhältnissen kann vom Vorgipfel direkt mit Skiern über einen steilen Westhang abgefahren werden. Auf Höhe des Skidepots kurz rechts halten, dann links über einen breiten, steilen Hang bis etwa 3280 m abfahren und sofort wieder links schräg in ein weitläufiges Kar oberhalb des Pfaffenferners queren. Anschließend gerade hinab zur Aufstiegsspur.
Vor den Gletscherbrüchen entweder links in die Mulde wie beim Aufstieg oder bei sicheren Verhältnissen oberhalb der Brüche kurz durch eine Mulde abwärts und danach steile Hänge querend nahezu eben Richtung Skigebiet. Zuletzt auf einen Rücken hinaus, bei einem Steinmann auffellen und rechts haltend zum Sessellift oder noch ein paar Meter weiter zum Schlepplift.
Je nach Verhältnissen mit dem Sessellift zum Fernaujoch und über die Pisten zur Dresdner Hütte, anschließend mit der Bahn ins Tal.
Ist die Wilde Grube geöffnet, mit dem Schlepplift auf das Schaufeljoch Jochdohle und von dort über das Bildstöckljoch zur Einfahrt der Wilden Grube. Alternativ vom Schaufeljoch zur Talstation des Wildspitz-Sessellifts abfahren, auffahren und über die Pisten zur Einfahrt in die Wilde Grube und durch diese zurück ins Tal.
Tourenvielfalt im Gletscherbereich
In unmittelbarer Umgebung bieten sich im Gletscherbereich mehrere anspruchsvolle Skihochtouren an. Besonders lohnend sind das Zuckerhütl klassisch vom Schaufeljoch sowie die deutlich anspruchsvollere Variante über die Nordwand. Ebenso zählen der Pfaffenkogel und der Wilde Pfaff vom Schaufeljoch zu beliebten Zielen, während sich der Hintere Daunkopf von der Mutterbergalm als weitere hochalpine Alternative anbietet.
Ausrüstung
Komplette Gletscherausrüstung empfehlenswert, zumindest Steigeisen und Sicherungsseil.
Autoreninfo
Die Tiroler Urlaubsregion Stubai inmitten der Stubaier Alpen ist ein absoluter Geheimtipp für alle Skitourenfreunde. Vom Frühwinter bis in den späten Frühling hinein, gibt es hier schneesichere Tourenmöglichkeiten. Genieße die grenzenlose Freiheit am Berg und mache einen unvergesslichen Skitouren-Urlaub in Tirol. Zahlreiche Tourentipps in dieser Region findest du auch hier...
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Kartenansicht
Lektüre & Landkarten
| Tourenkategorie | Skitour |
| Gebirgsgruppe | Stubaier Alpen |
| Region | Stubaital, Stubaier Gletschergebiet |
| Talort | Neustift im Stubaital, 993 m |
| Gehzeit Gesamt | 2,5–3 Std. Gipfel – 3–3,5 Std. mit Gegenanstieg |
| Höhendifferenz Gesamt | 760 Hm Gipfel – 900 Hm gesamt |
| Weglänge Gesamt | 4,0 km Aufstiege – 19,2 km inkl. Lifte |
| Ausgangspunkt | Schaufeljoch, 3158 m |
| Schwierigkeit |
Skitechnisch schwer. Die hochalpine Skihochtour führt über Gletscher und steilere Hänge in den Gipfelbereich. Der Schlussanstieg zur Pfaffenschneide verlangt sichere Spitzkehrentechnik, Erfahrung im vergletscherten Gelände und je nach Verhältnissen einen Gipfelanstieg zu Fuß. |
| Exposition | N, NW, W |
| Lawinengefahr |
Mitunter lawinengefährdet – besonders die steileren Gletscherhänge und der Gipfelbereich erfordern eine sorgfältige Beurteilung der Schneeverhältnisse. In kammnahen Bereichen ist auf Triebschnee zu achten. Zusätzlich sind die Gefahren des vergletscherten Geländes zu berücksichtigen. Beachten Sie auch die Infos in der Lawinenkunde! |
| Lawinenwarndienst | Beachten Sie den allgemeinen Lawinenwarndienst! |
| Beste Jahreszeit | März – April / Anfang Mai |
| Kartenmaterial |
Kompass Karte Nr. 83 Stubaier Alpen, AV-Karte Nr. 31/1 Stubaier Alpen – Hochstubai
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| Anfahrt |
Über die A13 Brennerautobahn bis zur Ausfahrt Stubaital/Schönberg und weiter durch das gesamte Stubaital bis zum Talschluss zur Talstation der Stubaier Gletscherbahn. Alternativ von Innsbruck über die alte Brennerstraße nach Schönberg und ins Stubaital.
Routenplanung |
| Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln | Vom Hauptbahnhof Innsbruck mit dem Regionalbus 590a oder 590b bis zur Haltestelle Neustift im Stubaital Stubaier Gletscher. |
| Parkmöglichkeit | Großzügige Parkflächen direkt an der Talstation der Stubaier Gletscherbahn. |
| Einkehrmöglichkeiten Alternativ | Unterwegs keine Einkehr. Gastronomiebetriebe im Bereich der Gletscherbahnen, alternativ die Grawa Alm entlang der Zufahrtsstraße zum Gletscherskigebiet. |
| Autor | Ernst Aigner – Gebietskenner und Autor bei Almenrausch. Seit vielen Jahren unterwegs in Tirol, Südtirol und Osttirol mit Schwerpunkt auf Berg-, Winter- sowie MTB- & E-Bike-Touren. |
| Zugriffe | 17 (Oktober 2026) |
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Die hier angeboten Tracks zum Download wurden alle selbst aufgezeichnet und alle Touren selbst begangen. Dennoch sollen sie nur eine unterstützende Funktion bei Ihrer Tourenplanung sein. Speziell bei den Skitouren ändern sich bekanntlich die Verhältnisse immer wieder. Die Aufstiegsspur und der damit aufgezeichnete Track, war nur zum jeweiligen Zeitpunkt und Stunde die richtige Wahl!
Die Tracks wurden sorgfältig aufgezeichnet. Dennoch erfolgen alle Angaben ohne Gewähr. Der Autor kann für eventuelle Unfallfolgen, Schäden oder Nachteile, die bei der Durchführung der hier vorgestellten Touren und Informationen entstehen, keine Haftung übernehmen.