Aufstieg von der Kemater Alm zur Adolf-Pichler-Hütte
Vom Parkplatz unterhalb der Kemater Alm geht man links an der Alm vorbei und folgt der Beschilderung Richtung Adolf-Pichler-Hütte. Der breite Schotterweg führt anfangs direkt auf die mächtigen Felstürme der Kalkkögel zu. Nach wenigen Gehminuten wird der Griesbach überquert, anschließend steigt der Weg in mehreren Kehren hinauf zur Adolf-Pichler-Hütte auf 1977 m, die auf einer Geländekante mit weiter Aussicht liegt.
Zustieg in die Alpenklub-Scharte
Von der Hütte folgt man der Beschilderung Alpenklubscharte und Steingrubenkogel. Mit geringem Höhengewinn quert der Weg zunächst in südöstlicher Richtung durch Grasgelände, vorbei an einem Denkmal, direkt auf die gut erkennbare Alpenklub-Scharte zwischen Steingrubenkogel und Kleiner Ochsenwand zu. Nach kurzer Zeit erreicht man ein weites, steiles Kar, das sich bis in den Talboden hinabzieht. Über einen steilen Serpentinensteig steigt man durch dieses Kar hinauf in die Alpenklub-Scharte auf 2451 m, von der sich ein weiter Blick nach Osten in die Schlick öffnet.
Klettersteig über die Westseite zum Gipfel
Aus der Scharte folgt man links dem Hinweisschild Richtung Steingrubenkogel und hält sich an die roten Markierungspunkte zum Einstieg des Klettersteigs. Über eine kurze Stufe und leichtes Gehgelände erreicht man den Beginn der Bandpassage. Auf den teils ausgesetzten Bändern der Westseite quert man zu einer Scharte. Dort wird ein Turm umrundet und anschließend steil in die Nadelscharte abgestiegen. Danach führen weitere Bänder hinauf zu einem schmalen Spalt, der die Schlüsselstelle der Tour bildet. Nach dieser steilen Passage wird erneut ein Turm umgangen, bevor man in den Gipfelbereich gelangt. Über kurze Steilstufen erreicht man schließlich das Gipfelkreuz am Steingrubenkogel.
Abstieg
Der Abstieg erfolgt entlang des Klettersteigs zurück zur Alpenklub-Scharte. Von dort steigt man auf dem bekannten Zustiegsweg wieder zur Adolf-Pichler-Hütte und weiter hinunter zur Kemater Alm ab, wo sich eine Einkehr anbietet.
Tourenvielfalt rund um die Kemater Alm
Das Gebiet rund um die Kemater Alm bietet zahlreiche weitere lohnende Bergtouren und Rundwege. Die Kleine Ochsenwand lässt sich gut mit der Tour verbinden und bietet einen zusätzlichen Gipfel, während Schlicker Seespitze und Schaflegerkogel anspruchsvolle Ziele in den Kalkkögeln darstellen. Auch Grieskogel und Salfeins eröffnen abwechslungsreiche Möglichkeiten in unterschiedlichen Höhenlagen und Geländeformen.
Unterkunft & Einkehr
Die Kemater Alm ist eine empfehlenswerte Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeit im Ruhegebiet der Kalkkögel. Urige Zimmer, regionale Tiroler Küche und die ruhige Lage machen sie zu einem idealen Stützpunkt für mehrtägige Unternehmungen.