Große Hängebrückentour von Froneben über Kartnall nach Neustift

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Diese weitläufige Wanderung verläuft hoch über dem Stubaital entlang der sonnigen Sunnseit’n und verbindet aussichtsreiche Höhenwege mit der spektakulären Hängebrücke am Naturschauplatz Neustiftblick. Von der Mittelstation Froneben führt die Route über Vergör und Kartnall hinab nach Neustift. Unterwegs eröffnen sich eindrucksvolle Panoramablicke auf den Serleskamm, den Elfer und das Zuckerhütl, ergänzt durch mehrere Einkehrmöglichkeiten entlang der Strecke.

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Diese Wanderung ist Teil der Wanderregion Stubaital, die mit stillen Seitentälern, aussichtsreichen Höhenwegen und alpinen Klassikern zu den vielseitigsten Wandergebieten Tirols zählt.
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Zur Hängebrücke mit der Aussichtsplattform Neustift

Vom Freizeitzentrum Neustift fährt man mit dem Bus zur Talstation Schlick 2000 und weiter mit der Gondelbahn von Fulpmes zur Mittelstation Froneben. Beim Ausstieg hält man sich scharf rechts und folgt der Beschilderung „Naturschauplatz Neustiftblick – Hängebrücke“. Auf einem Wiesensteig geht es unterhalb der Seilbahn schräg nach Südosten abwärts zum Waldrand und kurz darauf zum querenden Baumhausweg.
Rechts folgt man der Forststraße durch ein Gatter, passiert mehrere Baumhäuser und erreicht nach einem kurzen Abstieg einen beschilderten Abzweig. Links führt ein gut angelegter Steig durch den Wald hinab zur Zufahrtsstraße der Jausenstation Vergör. Auf dieser geht es rechts an der Jausenstation vorbei durch den Seebachgraben und nach den Gschmitzmähdern durch den sanierten Omesberger Bachgraben zur Zufahrtsstraße nach Pfurtschell.
Rechts leicht ansteigend erreicht man die Pfurtschellhöfe, folgt anschließend einem Forstweg weiter bergauf und gelangt kurz nach einem Weidegatter zum beschilderten Abzweig zur Hängebrücke. Links führt ein breiter Forstweg in wenigen Minuten zum Naturschauplatz Neustift mit Hängebrücke und Aussichtsplattform.

Über Kartnall und Milders nach Neustift

Nach der Überquerung der Hängebrücke folgt man dem Forstweg taleinwärts. In mehreren Kehren geht es über schöne Mähder abwärts bis zu einer markanten Linkskehre mit Sitzbank und Blick in den Talschluss. Hier verlässt man den Fahrweg und folgt links der Beschilderung Richtung Kartnall. Nach dem Ausgehen eines Grabens erreicht man einen querenden Karrenweg, dem man rechts über Bergwiesen zum Naturschauplatz Kartnall folgt.
Weiter ansteigend gelangt man zur Jausenstation Kartnall. Vom Zufahrtsweg geht es durch zwei Kehren aufwärts, am höchsten Punkt bei einer Straßenteilung links abwärts. Direkt vor einer Hofstelle folgt man links dem Hinweis „Steiler Steig nach Milders“. Dieser Abschnitt ist bei Nässe nicht zu empfehlen. Alternativ kann man vom Hof weiter ins Oberbergtal absteigen und zum Kraftwerk Milders ausweichen.
Am Kraftwerk Milders überquert man die Brücke, hält sich links und folgt rechts dem Bach abwärts zur Durchfahrtsstraße. Diese wird geradeaus gequert, anschließend führt der Weg am Bach entlang, über eine weitere Brücke und schließlich auf dem Uferweg entlang der Ruetz zurück zum Freizeitzentrum Neustift.

Tipp

Die Tour lässt sich verkürzen, indem man vor den Kartnallhöfen direkt nach Neustift absteigt. Alternativ kann die Hängebrücke auch von Pfurtschell aus in einer kurzen Genusswanderung oder im Rahmen einer Rundtour ab Neustift erreicht werden.

Tourenvielfalt in der Umgebung

Im Bereich der Sunnseit’n bieten sich mit der Hängebrücke von Pfurtschell, der Wanderung von Neustift nach Kartnall, einer Genusstour von Froneben zur Jausenstation Vergör sowie einer Rundwanderung über Milders und Pfurtschell weitere aussichtsreiche Unternehmungen an, die sich gut miteinander kombinieren lassen.

Einkehr

Entlang der Route laden die Jausenstation Vergör und die Jausenstation Kartnall zu einer gemütlichen Einkehr ein. In Neustift bietet das Freizeitzentrum mit Bushaltestelle und Gastronomie einen passenden Abschluss der Wanderung.

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Charakter: Lange, abwechslungsreiche Genusswanderung mit moderatem Anspruch. Die Route verläuft auf Forstwegen, breiten Wanderwegen und einzelnen steileren Steigpassagen. Trittsicherheit ist erforderlich, besonders beim Abstieg nach Milders. Durch die Kombination aus Bergbahn, Bus und guten Wegen eignet sich die Tour ideal als Tageswanderung mit Panorama- und Erlebnisfaktor.
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Lektüre & Landkarten

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Tourenkategorie Wanderung
Gebirgsgruppe Stubaier Alpen
Region Stubaital, Wanderregion Stubai
Talort Neustift im Stubai, 994 m
Gehzeit Gesamt 3,5-4 Std.
Höhendifferenz Gesamt 390 Hm (Aufstiege) – 730 Hm (Abstiege)
Weglänge Gesamt 12,0 Km
Ausgangspunkt Mittelstation Froneben – Schlick 2000, 1306 m
Schwierigkeit

Mittelschwierige, rote Bergwege mit steilen und abschüssigen Passagen am schmalen Steig nach Milders. Beachtet auch die Bergwegeklassifizierung!

Beste Jahreszeit Mai - Oktober
Kartenmaterial Kompass Karte Nr. 83 Stubaier Alpen
Anfahrt Von der A12 Inntalautobahn auf die A13 Brennerautobahn wechseln und bei der Ausfahrt Schönberg/Stubaital abfahren. Weiter durch das Stubaital bis nach Neustift fahren. Bei der Kirche im Zentrum links vorbeifahren bis zum Freizeitzentrum am Kreisverkehr. Alternativ kann auch die alte Brennerstraße bis Schönberg und von dort nach Neustift genommen werden (keine Maut). Vom Parkplatz danach in 2 Minuten zu Fuß zur Haltestelle Neustift i. St. Ortsmitte direkt unterhalb vom Friedhof der Dorfkirche und mit dem Regionalbus nach Fulpmes zur Haltestelle Schlick 2000 direkt an der Talstation.
Routenplanung
Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln Mit der Bahn zum Hauptbahnhof Innsbruck und von dort mit dem Regionalbus 590a zur Haltestelle Fulpmes Ortsmitte/Hypo, umsteigen und mit dem Regionalbus 595 zur Haltestelle Fulpmes Schlick 2000. Oder man wandert bereits von Fulpmes von der Bushaltestelle in 20 Minuten hinauf zur Talstation Schlick 2000. Heimfahrt nach der Wanderung dann vom Freizeitzentrum in Neustift mit dem Regionalbus 590a.
Parkmöglichkeit Großer entgeltfreier Parkplatz beim Freizeitzentrum Neustift.
Einkehrmöglichkeiten Alternativ Direkt auf der Route gibt es die Jausenstation Vergör und Jausenstation Kartnall für eine Stärkung während der Wanderung.
Autor Ernst Aigner – Gebietskenner und Autor bei Almenrausch. Seit vielen Jahren unterwegs in Tirol, Südtirol und Osttirol mit Schwerpunkt auf Berg-, Winter- sowie MTB- & E-Bike-Touren.
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