Unfallmeldung - Alpines Notsignal

Sicherheit am Berg - Notsignale
Wenn am Berg oder sonst wo in der freien Natur etwas passiert muss so schnell als möglich geholfen werden. Dann ist natürlich ein Handy - sollte Empfang sein - natürlich die beste und schnellste Wahl. Kann aber sein das man keines zur Hand hat oder wie bereits erwähnt auch keinen Empfang hat und beim Verunfallten bleiben sollte - oder auch selbst verletzt ist - dann muss man das Alpine Notsignal nutzen, welches jeder im Alpenraum versteht oder verstehen sollte.

Hubschraubereinsatz
Hubschraubereinsatz

Unfallmeldung

Bei der Meldung eines Unfalls ist es wichtig, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, was man am besten mit kurzer Beantwortung der 5 und 2 W-Fragen erreicht:

  • Was ist passiert ?
  • Wo ereignete sich der Unfall ?
  • Wie viele Verletzte sind zu bergen ?
  • Wann ist der Unfall geschehen ?
  • Wer meldet ?

Außerdem bei Hubschrauberrettung:

  • Welche Witterung herrscht am Unfallort ?
  • Wohin mit dem Hubschrauber ?

Da außer Bergführern kaum jemand ein Funkgerät dabei hat, gibt es in der Praxis zwei Möglichkeiten, einen Unfall zu melden.

  • Wer ein Handy besitzt, sollte es zur Meldung eines eventuellen Unfalls unbedingt mitnehmen.
  • Besitzt keiner der Alpinisten ein Handy oder Funkgerät, so sollte Einer nach genauer Einprägung der W-Meldung, sicherheitshalber in Begleitung eines weiteren absteigen (abfahren), um Hilfe zu holen.


Besteht die Tourengruppe aus mehr als zwei Personen, hat die Anwesenheit einer Person beim Verletzten Priorität vor der Sicherheit des Hilfeholenden.

Alpines Notsignal

Ist es aus irgendwelchen Gründen nicht möglich, selbst Hilfe zu holen, so gibt es mehrere Möglichkeiten, nach festgelegtem Taktschema auf sich aufmerksam zu machen.

Dabei gibt man in regelmäßigen Abständen
6x mal innerhalb einer Minute
eines der folgenden Zeichen (eigentlich egal welches - Hauptsache, es erregt Aufmerksamkeit und man hält den Takt ein), gefolgt von einer Minute Pause:

  • Optische Zeichen sind üblicherweise Lichtsignale per Taschenlampe oder Spiegel, Winken und auch das unverständlicherweise selten angewandte Wirbeln eines auffälligen Kleidungsstücks oder Biwaksacks.
  • Akustische Zeichen - möglichst in Kombination mit optischen - gibt man durch Rufen oder Pfeifen.
  • Bei zu erwartender Hubschrauberrettung oder dem Auftauchen niedrig fliegender Fluggeräte aller Art sollte man das aus der Luftfahrt stammende Hilfe-Zeichen <YES< machen und mit dem Auslegen des Biwaksacks sowie eventuell weiteren optischen Signalen verbinden.

Wer ein Notfallzeichen bemerkt, sollte mit einem vergleichbaren Zeichen in einer Taktfolge von
3 Signalen pro Minute
antworten. Die Hilfesuchenden wissen dann, daß eine Rettungsaktion in Gang gesetzt wird.


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