Urlaub in Tirol: So wird der Aufenthalt nachhaltig

Vom sommerlichen Wanderurlaub bis hin zum Skiurlaub im Winter: In Tirol sind Aktivurlauber das ganze Jahr lang bestens aufgehoben. Wer nach der Ankunft am liebsten ungestört ist, entscheidet sich für Aufenthalte in Ferienwohnungen oder Ferienhäusern. Ob man als Paar die Zweisamkeit vor spektakulärer Alpenkulisse genießt oder als Familie dem Alltagsstress entkommt: Auf Nachhaltigkeit muss dabei niemand verzichten. Von der Auswahl der Ferienunterkunft bis hin zur Gestaltung der Urlaubsaktivitäten gibt es in Tirol viele Möglichkeiten, Umweltbewusstsein zu beweisen.

Umweltschutz für Urlauber: Sanft unterwegs in Tirol

In Zeiten der Nachhaltigkeit gilt Massentourismus als überholt. Immer mehr Verbraucher planen Urlaube bewusst. Das heißt, abseits von hohem Ressourcenverbrauch im Hotel und unkontrollierter Landschaftszerstörung. Nachhaltige Urlaube beginnen schon bei der Anreise. Nach Tirol gelangt man beispielsweise auch per Bahn. Auch während des Aufenthalts achten Urlauber am besten auf Nachhaltigkeit. Beispielsweise, indem sie

  • nachhaltige Unterkünfte in ökologischer Bauweise bevorzugen.
  • Wasser und Strom sparen.
  • angemessen heizen.
  • Gerichte aus bedarfsgerechten regionalen Zutaten selbst zubereiten.
  • Müll vermeiden und recyceln.
  • die CO2-Bilanz von Urlaubsaktivitäten vergleichen.
  • lieber Fahrrad- statt Bus-Touren durch Tirol unternehmen.
  • die Berge nur auf befestigten Wegen begehen.
  • Wandern mit Müllsammeln verbinden.
  • bei Wintersporturlauben auf Naturschnee setzen.

In der Tiroler Unterkunft: Worauf es bei sanftem Urlaub ankommt

Mehrere Tausend Ferienunterkünfte gibt es im Westen Österreichs. Einige davon haben sich Nachhaltigkeit zur Mission erklärt. Je besser die Bleibe mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar ist, desto leichter fällt eine CO2-arme Anreise. Grundsätzlich sind solche Unterkünfte für Selbstversorger nachhaltiger als Hotels. Wie nachhaltig genau, entscheidet die Bauweise. Ökologische Baumaterialien wie heimisches Holz und Naturstein sprechen für hohen Standard. Dasselbe gilt für schadstofffreie Dämmung. Solarzellen, nachhaltige Wasserheizsysteme und Energiesparlampen sind ein zusätzliches Plus. So auch Regenwasseraufbereitungsanlagen und Wassersparhähne. Davon abgesehen achten Urlauber bei der Entscheidung am besten darauf, dass es in unmittelbarer Umgebung der Bleibe genügend Urlaubsaktivitäten gibt. Wenn sich Aktivurlauber beispielsweise direkt in den Tiroler Bergen niederlassen, müssen sie während des Aufenthalts nicht mehr reisen und sparen dadurch Emissionen. Einkaufsabstecher in größere Städte wie Innsbruck sollten sich von der Unterkunft aus per Rad erledigen lassen.

Nachhaltigkeitstipps für Selbstversorger: Ganz ohne Aufwand gelingt nachhaltiges Kochen im Tirol-Urlaub mit Anbietern wie HelloFresh. Reisende können sich dank der Angebote abgestimmt auf ausgewählte Rezepte bedarfsgerechte Zutaten aus der Region in die Unterkunft liefern lassen. So entsteht nicht nur weniger Müll beim Kochen, sondern auch weniger Stress bei der Einkaufsplanung.

Aktivitäten in Tirol: Welche umweltschonend sind

Spektakuläre Berglandschaften, Wasserfälle und idyllische Bergseen sind Tirols Markenzeichen. Durch Wanderwege, Stege und Brücken ist die regionale Bergwelt gut erschlossen. Ob das Ötztal mit Highlights wie dem Stuibenfall oder der Wilde Kaiser mit Attraktionen wie dem Schleierwasserfall. Dank der Erschließung müssen Urlauber die Tier- und Pflanzenwelt der Berglandschaften beim Wandern nicht stören. Wer sich nur auf den Pfaden bewegt und keinen Müll hinterlässt, befindet sich auf einem guten Weg. Sammelt man beim Wandern nebenbei auch noch den Müll anderer Menschen auf, wird es umso nachhaltiger. Obwohl Wanderwege, die mit wichtigste Attraktionen der Tiroler Region sind, sind sie nicht die einzigen. Von malerischen Gassen in mittelalterlichen Städten wie Rattenberg bis hin zu prächtigen Burgen wie der Innsbrucker Hofburg gibt es noch viele andere Ausflugsziele. Kulturelle Highlights warten in Städten wie Kufstein und Lienz. Davon abgesehen laden Freizeitparks, Erlebnisbäder und Hochseilgärten zum Entdecken ein. Zu den nachhaltigsten Attraktionen Tirols zählen wiederum

  • der Alpenzoo Innsbruck: Nachhaltigkeit, Natürlichkeit und Artenschutz. Genau darauf wurde schon beim Bau des Innsbrucker Alpenzoos Wert gelegt. Mehr als 100 Alpentierarten haben auf den Hanglagen der Nordkette ein Zuhause gefunden. Grandiose Ausblicke inklusive.
  • die Tiroler Naturparks: Als Modellregionen für nachhaltige Entwicklung sind die fünf hochalpinen Naturparks die mit nachhaltigsten Attraktionen der Tiroler Bergwelt. Hier leben noch immer viele seltene Tiere und Pflanzen. Zum Beispiel zwischen rauschenden Gletscherbächen und Almwiesen im Kaunergrat oder in den wilden Flüssen des Lechtals. Auch die jahrhundertealten Bäume und Moorgebiete im Karwendel stehen für Nachhaltigkeit. Dasselbe gilt für die Gletscher und Seen des Ötztals sowie die urwüchsigen Wälder und Schluchten in den Zillertaler Alpen.
  • das Bergsteigerdorf Sellrain: Zwischen Innsbruck und Kühtai liegt inmitten der Stubaier Alpen das Bergsteigerdorf Sellrain. Hier ist man der Natur noch so verbunden wie vor Jahrhunderten. Bergbauern trocknen Heu noch immer auf Stanggern und auch sonst ist hier von ressourcenschädlichem Massentourismus keine Spur.

 

Natürlich kommt es bei nachhaltigen Unternehmungen in Tirol nicht nur auf das Ausflugsziel, sondern auch auf das eigene Verhalten an. Bloß keine Spuren hinterlassen! Wer sich das auf die Fahnen schreibt, kann kaum noch falsch liegen.

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