Schwarzenstein (3369m) von Stallila-Tag1

Bericht geschrieben von: almenrausch am 13.07.2018

Tag der Begehung: 12.07.2018

Aktuelle Bedingungen:
Beste Bedingungen

Witterung:
Sonne mit ein paar Wolken

Gefahrenhinweis:
keine

Von der Jausenstation Stallila in das Rotbachtal zur Daimeralm. Über den Stabeler Stein zum Stabeler Höhenweg und am neu markierten und teils versicherten Weg hinauf zum alten Standpunkt der Hütte (bereits abgetragen). Über Blockgelände hinauf zur neuen Schwarzensteinhütte (3026m). Von dieser weiter auf das Felsköpfl (3235m) und über den oberen Teil vom Floitenkees auf den Schwarzenstein (3369m). Nach einer wunderschönen Gipfelpause mit fantastischer Rundumsicht wieder zurück zur Schwarzensteinhütte mit anschließender Übernachtung.

Fazit: Herrliche Hochtour auf einen relativ „einfachen“ Dreitausender mit super Verhältnissen. Die neu errichtete Schwarzensteinhütte steht nunmehr auf einem tollen Platz und ist sowohl von der südtiroler, als auch österreichischen Seite gut zu erreichen. Auch der Bau und die Ausstattung ist sehr gut gelungen und passt sich sehr gut in die Landschaft ein. Leider wurden wir nicht wirklich freundlich empfangen. 

Kurze Sachverhaltsdarstellung: Als wir bei der Hütte ankamen und höflich fragten ob wir unser reserviertes und für 3 Personen zugesagtes 4-er Lager beziehen wollten, hieß es die Einteilung ist erst ab 16.00 Uhr möglich (war auch nicht ausgebucht!). Für uns kein Problem da wir ja noch den Schwarzenstein begehen wollten. Nach dem Gipfelaufstieg kamen wir zurück (etwa 16.30 Uhr), wollten unser Lager beziehen und siehe da es wurde aus dem zugesagtem 4-Lager plötzlich ein 10-er Lager. Wir reklamierten höflich, dass wir gerne alleine sein wollten, was auch bei der Reservierung versprochen wurde (hatten auch seinen persönlichen Grund warum - sonst wären wir woanders hingegangen!). Die äußerst höfliche Antwort von dem „sehr“ freundlichen Hüttenwirt war folgende: Auf dieser Höhe ist es eben so und wir haben die Möglichkeit die Gegebenheit zu akzeptieren oder wieder ins Tal abzusteigen (sind ja nur etwa 1550 Hm) und wir sollen uns entscheiden was wir wollen. Nach kurzer Beratschlagung mit den weiteren Tourenpartnern und einem Anruf bei der äußerst freundlichen Wirtin bei der Kegelgassl-Alm ob Sie etwas frei hat, haben wir uns entschieden doch in der "gastfreundlichen" Hütte zu nächtigen, da für nächsten Tag eine weitere Hochtour geplant war und wir nicht wieder die 1500 Hm aufsteigen wollten.
Das etwas nicht immer klappen kann, ist uns auch mehr mehr als bewusst. Aber die Antwort wir können ja wieder ins Tal absteigen, war äußerst unprofessionell und auch beleidigend!!!

Anmerkung: Hoffe diese wunderbare Hütte bekommt in naher Zukunft den Hüttenwirt der zu dieser fantastischen Hütte passt und sie auch verdient hat!!

Ernst Aigner

Bei der Daimler Alm

Bei der Daimler Alm

Blick zur Hütte

Blick zur Hütte

Am neu markierten und gut gesicherten Weg hinauf zur Hütte

Am neu markierten und gut gesicherten Weg hinauf zur Hütte

Super versichert

Super versichert

Am Platz wo die alte Hütte stand

Am Platz wo die alte Hütte stand

Die neue Schwarzensteinhütte

Die neue Schwarzensteinhütte

Rückblick zur Hütte

Rückblick zur Hütte

Weiter Richtung Felsköpfl

Weiter Richtung Felsköpfl

Ankunft am Floitenkees

Ankunft am Floitenkees

Blick zum Gipfel

Blick zum Gipfel

Am Nordostgrat unschwierig auf den Gipfel

Am Nordostgrat unschwierig auf den Gipfel

Rückblick zur Hütte

Rückblick zur Hütte

Am Schwarzenstein

Am Schwarzenstein

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Alpine Auskunft
Horst-Peter, 14.07.2018:
Ich bin am selben Tag "vor Ort" gewesen. Nach ca. 80 Aufstiegen als Tourist aus dem Ruhrgebiet zur alten Hütte und 54 Gipfelbesuchen wollte ich - irgendwie trauernd, dass die Alte abgerissen war - die Neue erstmal wirken lassen, auf's Gemüt und auf die Vernunft. Bevor ich überhaupt Richtung dieser phantastischen Aussichtsfenster gehen konnte, wurde ich in der neuen Hütte begrüßt, besser angefahren:"Hoi, den Rucksack lassen Sie bitte draußen." Keine Frage "wie war der Aufstieg, wie gefällt es dir, willst du weiter, komm erstmal an ...". Dass Rucksäcke zahlenden Gästen den Platz wegnehmen können, ist einsehbar, an dem Tag war genug Platz. Nach vielen intensiven Gesprächen in der alten Hütte hier der Gesprächsverlauf auf der Neuen: "Hoi, den Rucksack lassen Sie bitte draußen. Bitte schön? 7 €. Vergelt`s Gott."
Die Bereitschaft, den Kunden als willkommenen Gast zu empfangen und diesen auch so anzusprechen, gibt es durchaus - siehe Kegelgassl! Vielleicht beginnt ja eine neue Zeit, der Kunde bestellt (Zimmer, Lager, Freundlichkeit), der Geschäftspartner liefert. Wenn er das nicht will oder kann, gehen die Kunden woanders hin. Kein Berg, keine Hütte ist unersetzlich.
So habe ich mich schon verabschiedet von der Alten mit den vielen persönlichen Gesprächen mit den "Servicekräften", vielleicht bin ich dankbar für den harten Cut.
Zu einer Bergsteigerkantine fast 1600m aufzusteigen, fehlt mir im Urlaub die Motivation.
Zur Hütte selbst: Beeindruckende Sicht durch die Fenster, heller und großzügiger Raum, sehr sauber Toiletten im Keller (aus der 2 Etage möchte ich nachts nicht daruntertapsen), draußen Supersichtbank, die die alte Terrasse mit den Decken und der Sonne usw nicht ersetzen kann. Von außen ist das Kupfer dunkel geworden, passt zum Schwarzenstein. Aber berührt hat mich das alles nicht. Schade!
Eine geographisch pingelige Diskussion - wenn überhaupt: Ist der Gletscher nach dem Felsköpfl der westliche Teil des Floitenkeeses oder der östliche Bereich des Schwarzensteinkeeses? Ich vermute (mit Nichtwissen), dass das Felsköpfl eine Trennlinie bildet zwischen beiden Bereichen - Für den Aufstieg aber uninteressant!

Viele weitere aktuelle Tourenauskünfte findet Ihr auch unter WWW.ALPINE-AUSKUNFT.AT

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