Almenrunde in Innsbruck - Mit Dolmetscher für die nächste Reise

Bericht geschrieben von: Klara_Weinfeld am 28.10.2017

Tag der Begehung: 20.12.2017

Planen Sie schon Ihre nächste Reise und möchten sich im Urlaub vor Ort auch gut verständigen können? Für diesen Fall gibt es inzwischen tolle digitale Dolmetscher, die dabei helfen! Doch kann das Know-How eines Computers überhaupt mit einem richtigen Übersetzer mithalten?

Der große Mehrwert von digitalen Dolmetschern auf Reisen

Bestimmt haben auch Sie es schon einmal mit Computerübersetzungen wie Google Translate versucht. Auch wenn diese praktischen Apps durchaus hilfreich sein können: nicht immer kommt dabei aber das gewünschte Ergebnis heraus. Zwar erhalten Sie meist den groben Inhalt, doch Satzbau und Grammatik lassen häufig noch zu wünschen übrig. Gerade bei umgangssprachlichen Formulierungen sind hier einige Leerstellen zu beobachten.   

Dabei will man sich doch gerade auch im Urlaub nicht vor den Gastgebern oder anderen Reisenden blamieren. Befremdliche Übersetzungen können da recht unangenehm sein – doch das ist natürlich noch allemal besser, als sich überhaupt nicht zu verständigen! Zudem haben digitale Dolmetscher auch so einiges drauf, das gerade im Urlaub unglaublich praktisch sein kann.   

Beispielweise liefert Google Translate eine Funktion, mit der Sie mithilfe Ihrer Handykamera Speisekarten und Schilder übersetzen lassen können – und das gratis. Das funktioniert tatsächlich recht gut und kann einem im Falle das Abendessen retten. Außerdem können Sie sich mithilfe der App fremdsprachige Texte einfach vorlesen lassen. So gelingt Ihnen auch die Aussprache, beziehungsweise können Sie so auch die Sprache Ihres Gegenübers abspielen.

Digitale Dolmetscher können ihre Tücken haben

Digitale Dolmetscher bieten also durchaus Möglichkeiten, die in der Praxis Sinn machen. Allerdings funktioniert nicht immer alles wie geplant. Computerübersetzungen liefern häufig auch falsche Ergebnisse. In entscheidenden Situationen, wie einer Hotelreservierung, ist das natürlich sehr nachteilig. Doch woran scheitert die Technik bisher eigentlich noch?   

Grundsätzlich sollte ein Simultandolmetscher die folgenden drei Schritte perfekt ausführen: die Spracherkennung, die Übersetzung, sowie die Sprachausgabe. Nur wenn alle drei Faktoren reibungslos zusammenspielen, erhält man auch das gewünschte Ergebnis. Digitale Dolmetscher scheitern leider immer wieder schon beim ersten Schritt. Das größte Problem ist hierbei das Erkennen der Sinnhaftigkeit. Ein Mensch versteht eine Aussage mit genügend Kenntnissen auch bei Hintergrundgeräuschen oder bei einem Echo ohne Schwierigkeiten. Bei einem Computer sieht die Sache schon anders aus. Genau solche Störungen verhindern mitunter eine korrekte Übersetzung.   

Auch sprachliche Feinheiten werden nicht miteinbezogen. Beispielsweise liefert Google Translate auch nach wie vor eine falsche Übersetzung von weltbekannten Werken wie „Der kleine Prinz“. Der berühmte Satz „Man sieht nur mit dem Herzen gut“ kann Google noch immer nicht korrekt ins Französische und wieder zurück übersetzt werden. Zum Glück ist der Anbieter nicht der einzige auf dem Markt.





Deeplearning: die Zukunft des digitalen Dolmetschens

Wenn Sie sich für wirklich intelligente Übersetzungskunst interessieren, dann sollten Sie mal bei dem Übersetzungsservice eines Kölner Startup nachfragen. Denn so einer hat „Deepl“ entwickelt, ein Programm, welches auf Hochleistungsrechnern läuft. Damit können bis zu eine Million Wörter pro Sekunde übersetzt werden! Das Deeplearning im neuronalen Netzwerk ist ein wichtiger Schritt in die Zukunft des Dolmetschens.   

Inzwischen benutzen schon viele weitere Anbieter diese tollen Möglichkeiten. Aktuell arbeitet Deepl mit 42 Sprachen – aus einer weltweiten Übersetzungsdatenbank werden schon vorhandene Übersetzungen analysiert. Auf diesen aufbauend, lernt das Programm dann weiter. Der große Vorteil: dadurch werden auch sprachliche Eigenheiten miteinbezogen, wie beispielsweise Redewendungen oder Ausdrücke aus der Umgangssprache. Mithilfe eines Kontexts, kann nun auch die Sinnerfassung viel besser funktionieren. Das zeigt vor allem auch der Vergleich zu Google Translate: Deepl übersetzt den Text absolut fehlerfrei!   

In dieser Richtung gibt es natürlich ständige Optimierungen. Ein besonders zukunftsträchtiges Gerät hat nun Waverly Labs entwickelt. Es wird Ihnen zwar vielleicht wie aus einem Science-Fiction-Film erscheinen, doch damit können Sie eine sofortige simultane Übersetzung während eines Gesprächs erhalten. Das funktioniert mithilfe eines kleinen Knopfs im Ohr. Auf diese Weise können Sie sich wirklich simultan mit einer Person in einer anderen Sprache unterhalten und eine direkte Übersetzung erhalten!  

Die beste Lösung für Übersetzungen im Urlaub

Neben der Computerlösung können Sie natürlich ebenso auf einen ausgebildeten Dolmetscher zurückgreifen, der das Dolmetschen professionell als Beruf praktiziert. Ihre Fachkenntnisse und ihr menschliches Feingespür können wohl gar nicht erst durch eine App ersetzt werden. Den kleinen Prinzen könnten diese wohl im Schlaf übersetzen.   

Doch wenn Sie im Urlaub unterwegs sind, bleibt Ihnen wohl gar keine andere Möglichkeit. Fest steht, dass Übersetzungshilfen wie Google Translate für eine kleine Reise durchaus ausreichend sein können. Ein paar grob zusammengewürfelte Wörter sind vielleicht nicht so elegant, können Ihre Intentionen aber trotzdem an den Mann oder die Frau bringen. Wenn Sie Deepl nutzen möchten, greifen Sie schon auf eine elaboriertere Computerübersetzung zurück. Außerdem wirken manche Sprachfehler auch gleich noch sympathisch. 

Ansonsten: sich eine fremde Sprache anzueignen, kann natürlich unglaublich spannend und interessant sein. Wenn Sie schon ein paar Grundkenntnisse der Sprache beherrschen, sind Sie auch sehr gut dazu in der Lage, eventuelle Fehler eines Übersetzungsprogramms selbst zu erkennen und auszumerzen. Das wäre wohl die ultimative Lösung. Doch so oder so: Sie finden den besten Weg für Ihre nächste Reise bestimmt!

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