Vom Schaufeljoch auf das Zuckerhütl
3.505m
Das Zuckerhütl liegt in den Stubaier Alpen. Der Ausgangspunkt ist am Eisjoch auf 3.128m Seehöhe im Stubaier Gletscher-Schigebiet.
Gehzeit Gipfel: 2,5-3 h
Höhendifferenz: 706 Hm
Nicht vergessen: Beim Retourweg über das Eisjoch etwa 240 zusätzliche Höhenmeter, über das Schaufelnieder etwa 170 zusätzliche Höhenmeter!

Tourbeschreibung

Von der Talstation Mutterberg mit der Gondelbahn "Eisgrat I+II" (linke Bahn-2 Sektionen) bis zur Station Eisgrat und von hier mit der Gondelbahn "Schaufeljoch" auf das Schaufeljoch. Abfahrt über den Gaißkarferner (Piste) bis in eine Mulde unterhalb der Talstation des Schleppliftes (2.850m).
Auffellen und schräg mit geringem Höhengewinn zum Pfaffenferner queren. Richtung Osten über eine lange Steilstufe in das flache Gletscherbecken unterhalb vom Pfaffenjoch. Flacher in der Mitte haltend, zum Schluss wiederum etwas steiler, aufwärts zum Pfaffenjoch (3.212m). Von hier unterhalb der Nordflanke des Zuckerhütls ziemlich flach in den Pfaffensatttel queren und über den Ostrücken so hoch wie möglich mit Schi ansteigen und anschliessend Schidepot. Zu Fuss, meist mit Steigeisen, über die steile Ostflanke auf den Gipfel (bei Vereisung heikel - es sind im oberen Teil Sicherungsringe vorhanden!).

Abfahrt:
Variante I: Wie beim Aufstieg retour zur Talstation des Schleppliftes und entweder mit diesem zum Eisjoch oder zu Fuss zum Eisjoch. Weiters Abfahrt bis oberhalb vom Gamsgarten und in wenigen Minuten entlang der Loipe zur Talabfahrt Wilde Grube (etwa 240 zusätzliche Höhenmeter!).
Es besteht auch die Möglichkeit zu Fuss Richtung Norden auf das Schaufelnieder zu gehen (etwa 170 zusätzliche Höhenmeter!), und über den Fernauferner bis zur Dresdner Hütte abzufahren. Von hier mit der Bahn

 

oder direkt über die Variantenabfahrt in das Tal zur Talstation Mutterberg.

Variante II: Wie beim Aufstieg bis kurz vor das Pfaffenjoch und am linken Gletscherrand des Sulzenauferners bis kurz vor das Lange Pfaffennieder (3.180m). Dieses überqueren (bei wenig Schnee im letzten Teil Blockkletterei) und über den Fernauferner zur Dresdner Hütte retour.

Variante III: Für absolut Gletschererfahrene und nur bei bester Sicht führt die schönste und anspruchsvollste Abfahrt vom Pfaffenjoch direkt nach Norden über den sehr spaltigen Sulzenauferner bis kurz vor die Eisbrüche (etwa 3.080m). Hier dann schräg nach Nordwesten, bis nahe an den Pfaffengrat queren, und direkt am linken Gletscherrand haltend, über eine lange Steilstufe in das weite Becken oberhalb der Sulzenau Hütte und talaus zur Hütte. Von der Hütte kurz dem Sommerweg folgen und schwierig über eine mit Latschen und Sträuchern bestandene Steilstufe in das Talbecken der Sulzenaualm. An der Alm vorbei, wiederum den Sommerweg folgend (sehr schmal), bis man eine schmale Lawinenschneise erreicht. In dieser sehr steil bergab Richtung Grawa Alm bis zum Bach. Am Bach etwa 50m links entlang (talein) und über eine kleine Holzbrücke direkt hinüber zur Grawa Alm.
Von hier per Autostop oder vom Parkplatz der Sulzenau Hütte mit dem Bus zurück zur Talstation.

 
Ausgangspunkt: Mit der Bahn bei der Talstation Mutterberg und zu Fuss am Eisjoch auf 3.133m Seehöhe.
Exposition: W, N
Schwierigkeit: Schitechnisch schwierig - Beachten Sie auch die Information in der Lawinenkunde (Stop or Go, usw.)!
Beste Jahreszeit: Frühjahr
Anreise/Zufahrt: Auf der Brennerautobahn A-13 bis zur Ausfahrt Stubaital und durch das Stubaital bis zur Mutterbergalmbahn (Gletscherbahn).
Parkmöglichkeit: Genügend Parkplätze an der Talstation bei der Mutterbergalm.
Einkehrmöglichkeit
und Unterkunft :
Gastronomiebetriebe bei den Gletscherbahnen. Oder bei der Grawa Alm an der Zufahrtsstrasse zum Gletscherschigebiet.
Unterkunft in der Sportpension Eliabeth in Neustift
Ausrüstung: Hochtourenausrüstung
Kartenmaterial: Kompass Wanderkarte Nr. 36 Innsbruck - Brenner 1:50 000
AV-Karte Stubaier Alpen Nr. 31/1 Hochstubai 1:25.000
Anmerkung: Schitechnisch schwierig, in der entsprechenden Jahreszeit kaum lawinengefährdet. Eine Schitour der Superlative auf den höchsten Gipfel der Stubaier Alpen. Ein grandioser Rundblick erwartet uns hier am Gipfel. Tolle Aussicht in die restlichen Stubaier Alpen, Ötztaler Alpen, Zillertaler Alpen und in die Dolomiten. Je nach Abfahrtswahl von nicht allzu schwierig bis sehr schwierige Abfahrten!
Diese Tourbeschreibung ist nur eine grundsätzliche Empfehlung - sie schließt hiermit eine mögliche Lawinengefahr
daher nicht aus. Überprüfen Sie vor Tourstart die Verhältnisse direkt vor Ort!
Beachten Sie unbedingt den aktuellen Lawinenwarndienst!

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