|
Die Geschichte des Projektionsplanetariums begann im Jahre 1919. Walther Bauersfeld, Mitglied der Geschäftsleitung bei Carl Zeiss in Jena, präsentierte ein Konzept zur künstlichen, aber möglichst naturgetreuen Darstellung des gestirnten Himmels samt seiner Bewegungen. Nach mehrjähriger, intensiver Entwicklungsarbeit erstrahlte im August 1923 erstmals der künstliche Sternenhimmel in einer Werkskuppel bei Zeiss in Jena. Im Oktober 1923 wurde dieser erste Planetariumsprojektor, heute bekannt als Zeiss Modell I, nach München transportiert und dort im Deutschen Museum der Öffentlichkeit vorgestellt. Die offizielle Einweihung erfolgte zur Eröffnung des Deutschen Museums am 7. Mai 1925. Noch heute ist das Zeiss Modell I in der Astronomieabteilung des Deutschen |
|
Museums ausgestellt.
Ein Planetarium ist eine multimediale Unterhaltungs-, Kultur- und Bildungseinrichtung, die für jede Berufs- und Altersschicht ihre besonderen Reize hat. Anders als bei einer Sternwarte, wo der Sternhimmel durch ein Teleskop direkt betrachtet werden kann, wird in einem Planetarium der Sternhimmel künstlich erzeugt. Dies erfolgt mit Hilfe von optischen Präzisionsgeräten, Effektprojektoren, Audio- und Videoanlagen, die sich in der Projektionskuppel mit 8 Metern Durchmesser befinden. Der Tages- und Jahreslauf der Sterne, Planetenbewegungen und die Ereignisse, die sich über uns im Kosmos abspielen, werden im voll klimatisierten Kuppelsaal dargestellt und erklärt |