| Schloss Neuschwanstein wurde von dem bayerischen König Ludwig II. seit 1869 errichtet und nie vollendet.
Sein Schloss war für ihn Denkmal der Kultur und des Königtums des Mittelalters, die er verehrte und nachvollziehen wollte. Erbaut und ausgestattet in mittelalterlichen Formen, aber mit damals modernster Technik, ist es das berühmteste Bauwerk des Historismus und der Inbegriff des deutschen Idealismus.
Baugeschichte
Ludwig II. wurde 1864 König. Bereits zwei Jahre darauf musste er erleben, dass Preußen sein Land besiegte und unter seine Hegemonie stellte. Seitdem nicht mehr souverän, konnte er sich mit der Existenz eines konstitutionellen Monarchen nicht mehr abfinden. Er schuf sich eine Gegenwelt, in der er als regierender König des gegenwärtigen Bayern wie ein König des Mittelalters oder des barocken Absolutismus leben konnte. Das ist der Kern seiner Schlösser. Auf einem Höhenrücken, in grandioser Lage hoch über der Pöllatschlucht vor den Bergen gelegen, ließ er über den Resten zweier kleiner mittelalterlicher Burgen, die er seit seiner Kindheit kannte (»Vorder«- und »Hinter Hohenschwangau «) seine »Neue Burg« errichten. Ludwig II. besuchte 1867 die Wartburg und ließ seinen Architekten Zeichnungen der Ornamente fertigen. Die Idealentwürfe schuf ein Theatermaler der Münchener Hofoper und arbeitete neben
Motiven der Wartburg, vor allem Palas und Bauornament, auch Motive aus Bühnenbildern zu »Lohengrin« und »Tannhäuser« ein.
Ludwig II. hatte 1868 an Richard Wagner geschrieben, seine »Neue Burg« werde »Reminiszenzen« an diese Werke aufweisen. Gebaut wurde ab September 1869, der Torbau war 1873 fertig. Hier wohnte Ludwig II., der seine »Neue Burg« nie ohne Baugerüste gesehen hat. 1884 waren dann seine Wohnräume im Palas beziehbar. Der südliche Bauteil, die »Kemenate«, wurde erst 1891 vereinfacht fertig gestellt, der Bergfried mit Kapelle gar nicht errichtet. Wie komme ich zum Schloss Neuschwanstein: Von Hohenschwangau führt vom unteren Parkplatz der etwas steilere Sommerweg direkt durch Wald zum Schloss Schwanstein (im Winter gesperrt). Weiters führt ein breiter Fahrweg von Hohenschwangau zum Schloss. Es stehen auch genügend Pferdekutschen in Hohenschwangau bereit - kostenpflichtig!
Weiters kann man mit Shuttlebussen zum Schloss auffahren.
Für den Fußmarsch sollte man etwa 30 Minuten einplanen.
Das Schloss Hohenschwangau ist in etwa 10 Minuten zu erreichen.
Sonstige Infos: Beim Ticketkauf ist am Ticket die Einlassnummer und Einlasszeit vermerkt - unbedingt rechtzeitig beim Schlosseingang sein - ansonsten verfällt das Ticket! |