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Kleine Lawinenkunde

Lawinengefahr ist die längste Zeit der Schitourensaison (außer bei Firn) ein häufiger Begleiter für jeden Schitourengeher, der nicht dauernd >ausgetretenen Spuren< folgen will. Das Tückische an ihr ist, daß man sie nicht sehen kann, sondern sie aus Hangcharakteristik, Schneedeckenaufbau und Wetter erahnen muß.
Oft sieht und ahnt man es, dass Lawinengefahr besteht, wenn aber dann der Hang als Lawine abgeht - dann ist es meist zu spät.

Schneebrett: Schitour Hohe Kreuzspitze
Februar 2000

Schneebrett: Gefahrenquelle Nummer eins auf Schitour
Schneebretter sind unter Spannung stehende >Schitouren-Fallen< aus schwach gebundenem oder windgepreßtem Schnee, die auf einer Gleitschicht bei der geringsten Belastung plötzlich quer über den Hang anreißen und abgleiten können.
Die harmlos klingende Bezeichnung >Schneebrett< führt leicht zur Unterschätzung der Gefährdungspotentials dieser typischen >Schifahrerlawine<: Im Gegensatz zu Lockerschneelawinen reißen Schneebretter immer großflächig ab und können bei genügend Masse bis zu Katastrophenlawinen anwachsen.
Zwar besteht das typische Schneebrett aus trockenem, gebundenem Schnee, dessen anfangs kohärente Fläche schnell in einzelne Schollen zerbricht. Tatsächlich beginnen aber die meisten Lawinen gleich welcher Art ihre kurze, aber turbulente Existenz als Schneebrett.
Wie schon erwähnt, kann schon ein Minischneebrett lebensgefährlich sein, wenn man sich unterhalb davon befindet, ohne ausweichen zu können, oder wenn man es zwar selbst ausgelöst hat, aber mit dem Kopf nach unten mitgerissen wird.

 

 
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